20 August 2016

[Rezension] Geli Grimm - Der Tag der toten Katze








"Der Tag der toten Katze"

Autor:Geli Grimm
Preis: 9,90 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Kurzgeschichten
Seitenanzahl: 148 Seiten
Veröffentlichung: 20.04.2016
Verlag: Leseratten Verlag
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Mit "Der Tag der toten Katze" haben wir ein sehr interessantes Internetprojekt veröffentlicht. Doch lassen wir die Herausgeberin Geli Grimm es mit ihren eigenen Worten erklären:
Am 28. April 2015 schenkte Cornelia Wriedt auf einer

sozialen Internet-Plattform der Autorengruppe von Lea Korte

einen Satz. Sie leitete ihn mit einem rührenden Kommentar
ein:

»Das Leben hat einen komischen Humor. Da beginnt der Tag

recht traurig und gleichzeitig fällt mir ein toller Satz

ein, der der Anfang einer Geschichte werden könnte. Leider
kann ich ihn nicht verwenden und ich möchte ihn daher
verschenken.«

Und so kamen wir zu dem Satz, mit welchem eine jede

Erzählung in dieser Anthologie beginnt:


»Ich hasse es, wenn der Tag damit beginnt,
dass ich eine überfahrene Katze begraben muss.«

Ich nahm Cornelias Geschenk an, ihren Satz verwenden zu
dürfen, und brachte das Projekt »Der Tag der toten Katze«
auf den Weg. Ohne vorherige Bedingungen festgeschrieben zu
haben und ohne den Hauch einer Ahnung von der harten
Realität des Schriftstellerbusiness rief ich interessierte
Autoren auf, sich mit mir an einer Anthologie zu versuchen.


Insgesamt 14 Autorinnen und Autoren haben sich schließlich gefunden, um diesem Satz eine Geschichte anzuhängen und das Ergebnis ist eine Mischung aus Skurrilitäten, Märchen, Krimis, Nachdenkliches, Humorvolles, Fantasy und SF. So makaber der Titel auf den ersten Blick erscheint, so bunt und lebendig ist der Kessel bunter Geschichten geworden, die sich in diesem Buch wiederfinden.


"Ich hasse es wenn der Tag damit beginnt, das ich eine überfahrene Katze begraben muss", so und nicht anders beginnt jede der 14 unterschiedlichen Geschichten, welche von 14 Autoren geschrieben wurden. Wer jetzt denkt das es immer nur um Katzen geht der irrt gewaltig, denn die Geschichten streuen sich in jedes nur denkbare Genre. Egal ob Märchen der Gebrüder Grimm , Ankunft der Aliens oder kaltblütiger Kurzkrimi, dies und vieles mehr ist dabei. 
Über die Geschichten selbst möchte ich nicht all zu viel erzählen da gerade das Nichtwissen das Buch um so interessanter macht. Wer Bücher wie " Senta gibt Gas" von Bettina Messner kennt, der weiß wie vielschichtig Kurzgeschichten sein können. Auch wenn es immer der selbe Anfang ist hatte ich nach jeder Geschichte ein anderes Gefühl und geriet ins nachdenken. Denn natürlich kommen in den Geschichten auch Katzen vor und teilweise erfährt man sogar Dinge aus ihrer Sicht. Gerade ich als Katzenbesitzerin wurde bei einigen Geschichten hellhörig und guckte teils erstaunt meine kleinen Schätze an, welche allerdings nur verdutzt zu zurück guckten oder den Moment nutzten um mir ein Popcorn zu klauen. Einfach unverbesserlich die beiden. Den Hauptteil der Erzählungen füllen allerdings Geschichten in denen es um uns Menschen ging und welche die verschiedensten Gefühlsregungen in mir erzeugten. Hass, Wut,Trauer,Mitleid,Freude usw. alles war da.
Trotzdem bin und bleibe ich ein Freund von ganzen Romanen in denen es eine geschlossene oder weitergeführte Geschichte gibt da ich gerne mehr über die Protagonisten eines Buches erfahre. Zudem stört es mich, mich immer zu fragen, "Was wäre wenn?". Aber dies muss man bei Kurzgeschichten natürlich immer hin nehmen. Ich bin sehr angetan von Buch. Es gab keine Geschichte die mir nicht wirklich gefiel und sogar 2 die ich richtig beeindruckend fand. Ich werde dieses Buch auch meine Schwiegermutter lesen lassen, welche eine richtige Katzennärrin ist und bin gespannt was sie davon hält. Ich fand das Buch auf jeden Fall sehr unterhaltsam und habe genossen es zu lesen.