[Rezension] Thomas Kowa - Redux: Das Erwachen der Kinder








"Redux - Das Erwachen der Kinder"

Autor:Thomas Kowa
Preis: 6,99 €
Einband: E-Book
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 420 Seiten
Veröffentlichung: 29.07.2016
Verlag: Digital Publisher
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Kommissar Lindbergs zweiter Fall:Ein Mörder, der seine Opfer bestattet.
Eine Sekte, die das Jüngste Gericht heraufbeschwört.
Eine Frau in Gefahr, der niemand glaubt ...


Ein jahrhundertalter Taufritus, mit dem angeblich Tote wiedererweckt werden können, lebt wieder auf. Mehrere Frauen werden ermordet, nach dem Ritus getauft und anschließend bestattet.
Der Täter droht mit dem Jüngsten Gericht und versetzt seine Bekennerbriefe mit Anthrax. Eine Studentin kann ihm entkommen, doch die ermittelnden Polizisten beschuldigen sie, alles nur inszeniert zu haben.
Sie wendet sich an Kommissar Erik Lindberg, der vom profilierungssüchtigen Bundesanwalt unter Druck gesetzt wird, den Fall innerhalb von zwei Tagen zu lösen, sonst wird er ihm entzogen. Der Kommissar setzt alles auf eine Karte...


Mein erster erlebter Fall mit Kommissar Erik Lindberg und ich muss schon sagen, er war wirklich spannend aber auch ausbaufähig.
Im Buch geht es um die Morde an Frauen welche zuerst entführt, dann getauft und schließlich bestattet werden. Ihre Gräber werden nur gefunden da sie mit einem Holzkreuz markiert sind. 
Da sich diese allerdings recht tief im Wald befinden, fand ich es schon sehr verwunderlich das diese überhaupt gefunden wurden. Das nenne ich Glück für Kommissar Lindberg. Ebenso war es Glück das es Bekennerschreiben gab welche aber an die Zeitung " Image" gerichtet sind. Das diese natürlich eine Story daraus machen, war natürlich klar. Aber ob sie damit helfen oder doch ehr alles verschlimmern? Ich würde sagen beides, zumindest bei diesem Fall.
Kommen wir aber mal zu den Charakteren. Einer der Hauptakteure ist Erik Lindberg welcher in der Schweiz als Kommissar arbeitet. Über seine Person kann ich leider überhaupt nicht viel sagen da im Buch kaum etwas erwähnt wird. Da dies allerdings der 2. Fall von ihm kann es sein das er im 1. genauer beschrieben wurde. Zu gegebener Zeit werde ich dies auch machen, da es im Buch einige Anspielungen auf den Vorgänger gibt. 
Was ich jedoch von ihm weiß ist, das seine Freundin seit einem Unfall im Koma liegt und seitdem im Krankenhaus beobachtet wird. Kleinere Hoffnungsschimmer wie das öffnen der Augen, aber auch Ernüchterung wenn sie nur da liegt und kein Zeichen von sich gibt, lassen uns mit Erik Lindberg fühlen und man fragt sich selbst ob man dies könnte. 
Seine Kollegin Mia war mit eine der sympatischsten Ermittlerinnen überhaupt, denn mit ihren 24 Jahren ist sie noch recht jung, aber auch in etwa meinen Alter und so schloss ich mich ihrer Denkweisen sehr gerne an. Sie nimmt ihren Job sehr ernst auch wenn man es ihr mit ihren roten Haaren nicht abnimmt und überschreitet auch schon mal die Grenzen der Legalität nur um z.B. ein paar Gänsefedern zu bekommen. 
Die 3. im Bunde ist Katharina vor der ich im echten Leben wahrscheinlich sehr viel Respekt hätte. Nicht nur das sie zur Kriminaltechnik gehört, nein, sie ist nebenberuflich auch noch Domina und bestraft in ihrer Freizeit den ein oder anderen Sklaven gerne mal auf ihrer Streckbank. Ihre Kollegen ahnen so etwas  in der Richtung da sie gerne schwarz trägt und wohl eine ernste Miene aufsetzt. Trotzdem kann ich nach dem lesen des Buches nur positives über sie denken da sie für mich eine kleine Vorbildrolle eingenommen hat. Sie ist in einem Männerjob, weiß wovon sie redet und hat sowohl einen klaren als auch einen Dickkopf. Eine für mich gute Mischung. 
Die restlichen Charaktere wie Lindbergs Vorgesetzte, die Mitarbeiter der Image-Zeitung oder auch die religösen Anhänger möchte nur zwischendurch erwähnen. 
Gerade das Religöse spielt in diesem Buch eine wichtige Rolle und wir wechseln öfter mal aus der heutigen Zeit in das 13./14. Jahrhundert zurück. Diese Wechsel sind gut intigriert und passen zum momentanen Geschehen in der Gegenwart.
Das Ende der Welt ist das eigentliche Ziel dieses Buches und der religösen Gruppe der Primuschristen. Dies wollen sie mit Anthrax herbeirufen, über welches ich mich erstmal informieren musste. Ob dies klappt verrate ich natürlich nicht. Auch was das zusammenhängen des Frauenmörders mit einem verschuldeten Pfarrer und den Primuschristen verbindet wäre doch zuviel des Guten. Was ich jedoch sagen kann ist das ich gerade den gesellschaftlichen Teil sehr interessant finde da man sieht wie Kirche, Medien und die Polizei funktionieren bzw. nicht funktionieren.
Der Haken am Buch waren leider die häufigen Rechtschreibfehler, auch hatte ich das Gefühl das hin und wieder ein Wort fehlte. Wären diese nicht gewesen, hätte ich durchweg ein sehr angenehmes Lesevergnügen gehabt. Auch die wenigen Beschreibungen des Kommissars waren etwas hinderlich. Auch wenn es der 2. Teil ist,muss man bedenken das manche eben mit dem 2. anfangen und nicht mit dem ersten. 
Ansonsten habe ich ich gerne den Täter gejagt und viele tolle Informationen bekommen.