[Rezension] Lotte Minck - Die Jutta saugt nicht mehr








"Die Jutta saugt nicht mehr"

Autor: Lotte Minck
Preis: 10,99 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Krimödie
Seitenanzahl: 299 Seiten
Veröffentlichung: 15.08.2016
Verlag: Droste Verlag
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Als Freund Pascal kurzfristig auf Geschäftsreise muss, steht für Loretta fest: Ablenkung muss her. Leider laufen die Geschäfte in der frisch eröffneten Detektei von Loretta und Erwin bisher eher schleppend an. Ein Glück also, dass sich just an diesem Tag mit der biederen Frau Berger der erste vielversprechende Fall in die brandneuen Büroräume verirrt. Ihre Nachbarin, die Jutta, sei verschwunden, der vermeintlich sitzengelassene Ehemann mehr als verdächtig.

Eine vermisste Hausfrau? Womöglich ermordet? Auf jeden Fall besser als untreue Ehemänner, entführte Hunde oder Schlüpfer-von-der-Wäscheleine-Klauer, denkt sich das Ermittler-Duo und schleust Loretta undercover als Putzhilfe beim Verdächtigen ein. Wie gut, dass Erwins „Täubchen“ Doris sie zur Tarnung noch schnell in Sachen professioneller Grund- und Tiefenreinigung unterweist. Doch was haben ein verwaister Staubsauger, ein verstaubter Rockstar und eine neugierige Nachbarin mit Juttas Verschwinden zu tun? Die Revier-Ermittlerin muss ihr ganzes detektivisches Können und Wissen über Putzmittel einsetzen, um der Sache auf den Grund zu gehen.



Vorab möchte ich sagen das es sich beim oben genannten Buch um den 7. Teil der Serie handelt. Die Vorgänger habe ich leider noch nicht gelesen, aber nachdem mich dieser Teil so gut unterhielt, werden die anderen Teile in naher Zukunft auch in mein Bücherregal wandern.
Denn selten musste ich so oft grinsen während ich einen Krimi lese.
Schuld an den immer wehrenden grinsen und den hin und wieder lauten Lachern ist und war die Hauptcharakterin des Buches, Loretta Luchs.
Die Beschreibung ihrer Person erfolgte wahrscheinlich nur im ersten Teil da ich in diesem keinerlei Informationen zu ihrem Aussehen fand. Dies war zwar sehr schade aber das hat man eben davon wenn man mit dem momentan letzten Teil beginnt.
Zurück zu Loretta, auch wenn ich sie mir äußerlich nicht genau vorstellen konnte, so zeigte sich ihr Charakter im Buch um so stärker. Und was soll ich sagen, Loretta ist zumindest für mich ein Mensch den ich gerne als Freundin hätte. Sie hat eine starke Persönlichkeit welche durch ihre kessen Sprüche und ihre objektive Sichtweise immer wieder untermalt werden. Zudem hat sie das Herz am richtigen Fleck. Eine bewundernswerte Frau, zumindest für mich. 
Loretta lebt mit ihrem Partner Pascal und ihrem Kater Baghira zusammen. Näheres erfährt man leider nicht, hierfür ist es wieder notwendig die Vorgänger zu kennen. Auch erfährt man immer wieder von vorherigen Fällen, was mich nur um so neugieriger machte, den man möchte ja schon wissen wie alles seinen Anfang nahm. Auch wie der Zusammenhang zwischen anderen Charakteren des Buches besteht, werde ich mir wohl erst später erlesen können. Denn gerade Frank war für mich ein Charakter von dem ich nicht weiß wie die Freundschaft zu Loretta entstand. Alle anderen wie Erwin oder Dennis konnte ich problemlos zuordnen. Trotz alledem war ein Frank ein sehr unterhaltender Posten im Buch der durch seine Aussprache schon einige Lacher einstecken konnte. Denn niemand anderes könnte das Wort Undercover so genial aussprechen. Ich sage nur: Andakawwa. Und schon muss ich wieder grinsen.
Die anderen Charaktere die ich im Buch kennen lernen durfte trugen zur Unterhaltung natürlich auch bei. Gerade Doris ihr Farblappen-Putz- System hinterließ bei mir einen bleibenden Eindruck und ließ mich ernsthaft überlegen ob ich jenes nicht auch in meinem Haushalt intigrieren sollte. Ein Buch das mich zum Putzen anregt, das muss man erstmal schaffen. 
Allgemein gefiel mir die Schreibweise des Buches sehr gut. Ich kam spielerisch leicht in die Geschichte und konnte trotz Unkenntnis gegenüber der Personen das Geschehene sehr schnell aufnehmen. Der Teil mit der Komödie wurde sehr gut abgedeckt und auch der Krimi-Teil war sehr spannend geschrieben. Einzigst das Ende war dann doch etwas zu vorhersehbar, ich konnte mir schon nach knapp der Hälfte des Buches denken wer es war. Dies hielt mich aber nicht davon ab weiter zu lesen da ich nicht das wie, warum und wo herausbekam.
Wie man bereits lesen konnte, hat mich das Buch voll überzeugt und ich freue mich darauf die weiteren Teile in den Händen halten zu können. Gerade um die liebevoll gestalteten Cover mir genauer anzusehen, welche zwar je Buch wechseln aber immer im selben Stil gezeichnet wurden.
Gebt euch dem Charme von Loretta hin. 
Ich beende diese Rezension mit den Worten:

Ich habe heute leider keinen Lappen für dich.