[Rezension] Thomas Beckstedt - Triptychon








"Triptychon"

Autor: Thomas Beckstedt
Preis: 23,00 €
Einband: Hardcover
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 560 Seiten
Veröffentlichung: 18.07.2016
Verlag: braumüller Verlag





In einem multinationalen Konzern wird ein ­unschuldiger Mann zur Schachfigur in einem ­mörderischen Spiel um Macht, Geld und Kontrolle. Er erlebt die Hölle auf Erden.

John Gallagher, Informatiker aus London, steht massiv unter Druck. Er arbeitet für einen mächtigen Konzern, der in Südafrika ein neues Rechenzentrum eröffnen will. Aber John ahnt nicht, dass er in Wahrheit einem verbrecherischen Plan dient. Sein Alltag wird zum Albtraum, er kann kaum noch schlafen, der berufliche Stress erdrückt ihn. Wieder und wieder stößt er an seine physischen und psychischen Grenzen. Er will dem Wahnsinn entrinnen und schlittert in eine Affäre mit unabsehbaren Folgen. Er gerät zwischen die Fronten eines Konflikts, der mit einer für ihn unvorstellbaren Grausamkeit hinter den Kulissen tobt. Er wird zum Gejagten, doch die wahren Zusammenhänge erkennt er sehr spät. Das Sterben nimmt kein Ende, die Spirale der Gewalt eskaliert.
Thomas Beckstedt hat einen mitreißenden Thriller über die Abgründe der Menschen und die Schattenseiten des modernen Wirtschaftssystems geschrieben, über den Einbruch von Gewalt und Tod in eine scheinbar normale Welt, über das Gefühl des Ausgeliefertseins und der Fremdbestimmung durch Mächte, die sich immer wieder entziehen.

Quelle: braumüller Verlag





Vorab möchte ich mich bei Thomas Beckstedt, dessen Leserunde mehr als nur interessant war und dem braumüller Verlag bedanken welche mir dieses Buch als Leseexemplar überließen.


Was für eine Story, ich bin immer noch baff. 

Meine Erfahrung mit dem Buch würde ich mit einem Strudel in einem sehr tiefen und dunklen See vergleichen, der einen immer mehr in diese kalte Dunkelheit saugt aus der man einfach nicht entkommen kann. Kaum hatte ich das Buch in meiner Hand, schon waren die ersten 100 Seiten gelesen. Wie ein Sog eben. 

Bevor ich ein Buch lese, lese ich nie die Kurzbeschreibung. Viele Bücherrückseiten verraten mir zuviel und nehmen mir so Überraschungsmomente. Und gerade von denen gibt es im oben genannten reichlich. Selten überschlugen sich Charaktere so oft miteinander, das man denken müsste das man den Faden verliert, aber weit gefehlt. Selbst nach der 300-sten Seite konnte ich die verschiedenen Akteure noch auseinander halten. 
Und von denen gibt es im Buch reichlich, sie alle aufzuzählen wäre sehr mühselig und anstrengend. Allerdings gibt es einige Personen welche wir durch das ganze Buch begleiten und dabei miterleben müssen wie sie nervlich zu Grunde gehen oder sich in eine wahre Tötungsmaschine verwandeln.

Einer dieser Personen ist John, welcher für ein weltweites Unternehmen arbeitet und dafür sorgt dass das neue Datencenter bald angeschlossen werden kann. 
Dies klingt erstmal nicht weltbewegend, am Ende muss man aber feststellen das eigentlich alles was im Buch passiert, passiert weil John in einem Flieger sein E-Book vergessen hat. Diese Kleinigkeit ist der Anfang einer Geschichte von fast allen schlechten was es auf der Welt gibt. Es bleibt kaum etwas aus. Es wird keinen wundern das ich dadurch im Minutentakt einen kalten Schauer über den Rücken huschen spürte. Gerade die Abschnitte in denen es um Themen wie Vergewaltigung, Folter oder den Mord Unschuldiger ging,hängen mir auch jetzt noch nach und lassen mich für vieles dankbar sein das ich zum Glück nie erfahren habe und erfahren möchte. Dazu gehört auf jeden Fall nie in einer Firma zu arbeiten, wie John es tut. 


Trotz der vielen Personenwechsel innerhalb weniger Seiten, kam ich sehr gut voran und fühlte mich nie überrumpelt. Die Schreibweise war sehr angenehm und ließ ein lockeres lesen zu. Die Unterteilung in die Abschnitte:Böse Träume, Flucht und Hölle und deren Unterpunkte, welche in Datumsangaben verlaufen, wurden gekonnt gewählt. Die Unterschiede in der Erzählung kann man Abschnitt für Abschnitt erlesen. 

Ich möchte dazu sagen dass das Buch nicht an allen Stellen für jeden geeignet ist. Wer leicht schwache Nerven hat wird an einigen Stellen geschockt sein und das Buch kurz zur Seite legen, nur um zu überlegen ob er das gerade wirklich gelesen hat. Mir blieb ein paar mal der Mund offen stehen und suchte schließlich das Gespräch mit meinen Freund um wieder ein bisschen mehr Boden in der Realität zu fassen.

Das Cover konnte leider nicht so wirklich bei mir punkten, da es doch sehr unscheinbar ist und mir vielleicht garnicht aufgefallen wäre. Ich glaube da wäre mehr drin gewesen.

Ansonsten ist dieses Buch für mich eine absolute Empfehlung, welches ich gerne zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt lesen werde.




 
 



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