[Rezension] Andreas Neunkirchen - Shinigami Games








"Shinigami Games"

Autoren: Andreas Neunkirchen
Preis: 12,95 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Krimi
Seitenanzahl: 352 Seiten
Veröffentlichung:01.08.2016
Verlag: Conbook Verlag



Herbst in Tokio: Yuka Sato und ihr Team folgen der Spur des Shinigami, dessen niederträchtiger Polizistenmord nur der Anfang einer ganzen Serie von Anschlägen war, die ein nie gekanntes Ausmaß annehmen.Vom tiefsten Punkt des Tokioter U-Bahn-Netzes bis in die dichten Wälder des Berges Takao treibt der selbsterklärte Gott des Todes seine Spielchen mit der Ermittlerin und scheint dabei nur ein Ziel zu verfolgen: Sie soll an den Rand ihrer Belastbarkeit gebracht werden – und weit darüber hinaus.Ob auf dem Tokyo Tower, dem Tsukiji-Fischmarkt, im leuchtenden Shibuya oder im dunkelsten Vorort – der Shinigami ist der Polizistin immer schon eine Nasenlänge voraus. Schließlich muss sie sich den Geheimnissen ihrer eigenen Vergangenheit stellen, um einen Massenmord zu verhindern und den gefährlichen Psychopathen dingfest zu machen.
Quelle:Conbook Verlag

Vorab möchte ich mich bei Andreas Neunkirchen und dem Conbook Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplares bedanken.

Mein erstes Abenteuer in Japan ist vorbei und hat ein gebührendes Ende gefunden. Allerdings rät es sich die ersten beiden Teile vorher zu lesen, da im Buch viele Anspielungen auf jene gemacht werden und auch der Fall selbst mit Inspector Yuka Sato´s bisherigen Fällen zutun hat.

Wenn wir Japan hören, denken wir meist an an Mangas, Animes und Computerspiele. Doch nicht nur Spiel und Spaß kommen aus Japan sondern auch Verbrechen und teils sehr tiefe Abgründe. Denn auch das Land der aufgehenden Sonne hat dunkle Schatten, die es heißt zu bekämpfen.

Da wären wir auch schon bei der Hauptakteurin im Buch, welche Yuka Sato heißt und Inspector beim Tokyo Metropolitian Police Department ist. Da dies der 3. Teil der Serie ist, kann man nur noch wenige Angaben über über ihr Aussehen finden. Es heißt nur einmal, das sie wie eine Japanerin aussieht. Ansonsten erfährt man das sie eine von wenigen Frauen ist die als Polizistin arbeiten, da der Beruf in Japan immer noch als Männerjob gilt. Dies merkt man auch öfter, trotzdem ist ermutigend zu lesen wie sie sich durch diesen Dschungel kämpft.

Meine wohl am häufigsten gelesene Seiten, war wohl die mit den Namen und Berufen ihrer Kollegen. Denn das merken der Namen fiel auch nach etlichen Seiten noch etwas schwer und legte sich erst gegen Ende. Aber immerhin. 

In der Geschichte geht es wie bereits oben geschrieben viel um Yuka´s vorherige Fälle und deren Täter. Und auch diesmal will sie ein Unbekannter vernichten. Dafür beginnt er ein Spiel, in dem Yuka nicht immer gewinnen kann und teilweise gar keine Chance hat. Das Spiel erfolgt in Runden welche mit einem Rätsel beginnen. Als Außenstehender waren die Rätsel zu schwer, denn ich wäre nie auf die benannten Orte gekommen. Was mich dann allerdings doch sehr störte waren das die Rätsel immer sofort gelöst wurden. Irgendjemand aus ihrem Team wusste immer was gemeint war. So verloren die Rätsel für mich sehr an Stärke.

Die Beschreibung der U-Bahnfahrten und deren Haltestellen waren zwar sehr interessant, hätten meiner Meinung nach auch weggelassen werden können.
Denn um diesen zu folgen hätte ich schon einen Fahrplan gebraucht. 

Auch die politische bzw sozialistische Seite war vertreten und gab Informationen die ich so nicht geahnt hätte. Gerade der, teilweise, befindliche Hass zwischen Koreanern und Japaner ließ mich hellhörig werden. Aber auch die Probleme innerhalb der Länder weckten mein Interesse. Denn gerade die Bandengewalt nimmt wohl immer mehr zu und hinterlässt eingeschüchterte Einwohner, bestochene Polizisten und ein hohes Gewalt aufkommen.

Allgemein gefiel mir das Buch sehr gut. Doch gerade in der Tiefe fehlten mir ein paar Punkte. Denn auch wenn dies ein weiterer Teil ist, hätten Körpermerkmale beschrieben werden können. Ich konnte mir von keinem Charakter ein Bild machen, denn nur mit der Beschreibung der Fülle lässt sich noch keine Figur im Kopf erstellen. Zudem war mir der Bezug auf die vorherigen Fälle zu stark vorhanden. Ohne Vorwissen blieb vieles im Schwarzen.

Trotz kleiner Schwächen ein sehr angenehm zu lesendes Buch, welches ein grandioses Cover bietet.