[Rezension] Cathrine Shepherd - Der Puzzlemörder von Zons








"Der Puzzlemörder von Zons"

Autoren: Cathrine Shepherd
Preis: 9,99 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Krimi
Seitenanzahl: 296 Seiten
Veröffentlichung:25.07.2016
Verlag: Kafel Verlag



Zons 1495: Eine junge Frau wird geschändet und verstümmelt aufgefunden. Offensichtlich war sie Opfer des Rituals eines perversen Mörders geworden. Eigentlich ist das kleine mittelalterliche Städtchen Zons, das damals wie heute genau zwischen Düsseldorf und Köln am Rhein liegt, immer besonders friedlich gewesen. Doch seitdem der Kölner Erzbischof Friedrich von Saarwerden dem Städtchen die Zollrechte verliehen hatte, tauchte immer mehr kriminelles Gesindel auf. Bastian Mühlenberg von der Zonser Stadtwache ist geschockt von der Brutalität des Mörders und verfolgt seine Spur – nicht ahnend, dass auch er bereits in den Fokus des Puzzlemörders geraten ist…
Zons 2012: Die Journalismus-Studentin Emily kann ihr Glück kaum fassen! Sie darf eine ganze Artikelserie über die historischen Zonser Morde schreiben. Doch mit Beginn ihrer Reportage scheint der mittelalterliche Puzzlemörder von Zons wieder lebendig zu werden, als eine brutal zugerichtete Frauenleiche in Zons aufgefunden wird. Kriminalkommissar Oliver Bergmann nimmt die Ermittlungen auf. Erst viel zu spät erkennt er den Zusammenhang zur Vergangenheit. Verzweifelt versucht er die Puzzleteile des Mörders zusammenzufügen, doch der Täter ist immer einen Schritt voraus…
Quelle: Kafel Verlag


Vorab möchte ich mich bei Cathrine Shepherd für das Leseexemplar bedanken.


Wer liebt sie nicht, diese Spannung wenn man am Ende förmlich selbst vom Täter überrascht wird, da man ihn nicht kommen sah? Dieses Gefühl macht für viele einen Krimi aus, auch für mich. Und so ließ mich mit Freude auf dieses Buch ein.

Die Freude schwand allerdings schnell, denn statt der erhofften Spannung blieb nur Enttäuschung übrig. Ich weiß nicht ob es daran lag das es der Erstlingsroman der Autorin war oder ob dieses vielleicht für Krimi-Einsteiger gedacht ist, mich jedenfalls konnte er nicht mitreißen.

Worauf eine gute Geschichte baut, sind meist charakterstarke Charaktere die einen definierten Platz im Buch haben. Meist hat man schon nach den ersten Seiten einen Eindruck der Personen bekommen und kann ihnen Eigenschaften zu ordnen. Was aber wenn keine Person eine Eigenschaft hervorbringen kann?
Genau dies war mein Problem.

Das Buch spielt gleichzeitig in der Vergangenheit um 1500 und in der heutigen Gegenwart. Diese Wechsel sind sehr gut gelungen und griffen gut ineinander. Nur wurde ich das Gefühl nicht los das Gegenwart und Vergangenheit gleich sind. Hätte über den Abschnitten nicht gestanden in welcher Zeit die Geschichte gerade spielt, so hätte ich beides als die Gegenwart abgetan. Etwas mehr Tiefe hätte der Zeit ganz gut getan.

Das Rätsel um den Puzzlemörder, welches so hoch angepriesen wurde, entpuppte sich als als Code der viel zu einfach zu entwirren war. Um so verwirrender war die Frage warum der Mörder diese Taten begann, denn die Lösungen aus dem Buch sind keinesfalls ausreichend. Serienmörder werden durch etwas angetrieben, was in diesem Fall der Tod der Mutter in Zons sein sollte. Für mich nicht gerade plausibel, da die gute Frau bei der Entbindung starb und nicht auf Grund von Mord.  
Ich hoffe die Bewohner von Zons und ihr Umfeld sind lebendigere Personen als die, die man uns im Buch präsentierte. Denn weder die beiden Freundinnen Anna und Emily noch die Polizisten oder die Bewohner von Zons im Jahre 1500 konnte mich überzeugen. Was ihnen fehlte? Wie wäre es mit Charakterstärken oder allgemein Eigenschaften die man ihnen zu weisen kann. Anna und Emily hätten genauso gut Schwestern sein können. Ich hätte da keinen Unterschied vernommen. Gerade in diesem Bereich, merkte man den bereits oben genannten Wechsel kaum. Denn Bastian, seine Wachleute und Marie könnten genauso gut im 21.Jahrhundert leben. Nix ließ darauf deuten das sie in der Vergangenheit leben.

Was mich allerdings sehr traurig machte, war die Tatsache das es immer noch Probleme mit der Rechtschreibung und Groß- und Kleinschreibung gab. Auch fielen mir beim Lesen schwarze Striche auf, die auf einigen Seiten wahrscheinlich durch das Druckverfahren entstanden. Kurz gesagt, hatte ich das Gefühl ein Mängelexemplar bekommen zu haben. Auch wenn ich das Buch auf Grund einer Leserunde erhalten habe, so erwarte ich trotzdem die Qualität die man auch im Buchhandel bekommt. 

Leider konnte mich dieses Buch gar nicht überzeugen. Es hakte an vielen Ecken und nahm mir trotz einer sehr flüssigen und gut zu lesenden Schreibweise doch das Lesevergnügen. 


 
 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen