[Rezension] Heike Karen Gürtler - Mut ist der Anfang vom Glück








"Mut ist der Anfang vom Glück"

Autoren: Heike Karen Gürtler
Preis: 12,95 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Jugendbuch
Seitenanzahl: 240 Seiten
Veröffentlichung: 19.08.2016
Verlag: Thienemann Verlag




Man kann von Mut träumen, den der anderen bewundern, sich vorstellen, wie es wäre wenn. Aber Mut ist etwas, das nur wächst, wenn man anfängt, etwas zu wagen. Man muss ihn ausprobieren und trainieren, erst kleine Schritte machen und jedes Mal ein bisschen weitergehen. Der Text der neuen Mitschülerin Ella trifft Kim mitten ins Herz! Sie hat furchtbare Angst davor, zu sich selbst zu stehen, zu zeigen, wer sie wirklich ist. Selbst vor ihren besten Freundinnen hütet sie ihr Geheimnis. Aber was wäre eigentlich dabei, wenn alle wüssten, dass sie auf Mädchen steht? Kim fast einen Entschluss, der nicht nur ihr Leben verändern wird.



Die Pubertät ist ja schon schwierig genug. Die Hormone spielen verrückt, die Eltern nerven immer mehr und die Jungs die man hasste, sind plötzlich Lustobjekte. Nur was ist wenn man merkt das man gar nicht Jungs attraktiv findet sondern Mädchen? Genau um dieses Thema geht es im oben genannten Buch. Immer mehr Teenager entwickeln Gefühle für das gleiche Geschlecht und müssen damit erst einmal klar kommen. Denn der wohl häufigste Gedanke ist, wie man dies den Freunden und den Eltern beibringt. Die Lösung ist der Titel des Buches, denn gerade bei der Thematik zählt es Mut zu haben und sich den Schicksal zu stellen, nur um eines zu erreichen. Das glücklich sein mit dem einen Menschen.

Das Buch handelt von Kim die die 11. Klasse eines Gymnasiums besucht. Sie ist ein sehr schüchternes Ding, das sich über alles und jeden den Kopf zerbricht. Zum Glück hat sie ihre beiden Freundinnen Sophie und Lea, die sie bereits seit dem Kindergarten kennt. Eines Tages kommt eine neue Schülerin in die Klasse, Ella, die einfach so anders ist als andere und das mit Grund. Denn in einer Pause eröffnet sie, das sie auf Mädchen steht. Eine Gedankenflut bricht über Kim hinweg, von der sie nicht weiß woher sie kommt. Schnell merkt sie das Ella etwas besonders für sie ist. Wir dürfen erlesen wie und ob Kim und Ella zu einander finden, aber auch wie das Erwachsen werden Freundschaften verändert. 

Die Thematik finde ich toll gewählt da sie momentan doch aktueller ist als je zuvor. Allerdings hatte ich nach Ende des Lesens das Gefühl dass das ein oder andere Mal ein wenig der Realität auf die Sprünge geholfen wurde. Denn so glatt wie im Buch läuft wohl bei den wenigsten das Leben ab. etwas. 

Trotzdem war mir Kim durchweg sympatisch, da ich mich gut mit ihr identifizieren konnte. Auch ich denke viel nach und mache mir teils Stunden- oder Tagelang Gedanken über etwas. Auch ihre Unsicherheit war an den meisten Stellen nachvollziehbar. 

Sophie war mir einfach nur unsympatisch. Sie wirkte fast hochnäsig für mich und allgemein sehr auf sich bezogen. Das sie dann auch noch Jungs wechselt wie die Unterwäsche und sie Freude dabei fand jene dann auch noch sitzen zu lassen, machte sie nicht unbedingt freundlicher. Das Kim und Lea es mit ihr aushalten, passte für mich nicht ganz ins Konzept.

Auch Lea, die Sportskanone fand ich von ihrer Persönlichkeit her toll. Ihre dauerhaft gute Laune und ihre freundliche Art, ließen mich ein paar mal Lächeln. Das am Ende auch sie ein Geheimnis hatte überraschte mich sehr. Eine Freundin wie Lea hätte ich mir mit 16 auch gewünscht, dann wäre wohl vieles anders gekommen.

Wie ihr seht sind die 3 tatsächlich sehr unterschiedlich. So eine Konstellation gibt es wohl heute kaum noch. Denn meist bilden sich ja Grüppchen mit den Leuten die das selbe mögen. Auch die Freundschaft zu Marek, einem Jungen aus der Parallelklasse,  war mir teilweise zuviel. Denn gerade das behalten von Geheimnissen fällt immer mehr Menschen schwer, zu hoch ist die Geltungssucht. 

Ich liebe es Bücher zu lesen die einen flüssigen Verlauf haben und deren Sätze schön in einander über gehen. So war es auch in diesem Fall. Ich las und ohne es wirklich zu merken waren 50 Seiten weg. Ich kam niemals wirklich ins holpern, was an der sehr einfachen aber sehr weichen Schreibweise lag. 

Das Ende kam für mich leider viel zu schnell und viel zu hastig. Es bleiben viel zu viele Fragen offen, dessen Antwort ich sehr interessant gefunden hätte. Auch wäre es schön gewesen vielleicht eine Zukunftssicht zuzeigen, in der man erfährt wie das Leben von Ella,Kim,Lea,Marek und Sophie weitergegangen ist nachdem sie mit der Schule fertig waren.

Ansonsten hatte ich sehr viel Spaß beim Lesen und empfehle das Buch gerne weiter.



 
 


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