[Rezension] Tanja Meurer - Die Seelenlosen








"Die Seelenlosen"

Autoren: Tanja Meurer
Preis: 8,99 €
Einband: E-Book
Genre: Steampunk, Krimi
Seitenanzahl: 704 Seiten
Veröffentlichung: 21.03.2016
Verlag: Incubus Verlag



Valvermont war einst die Heimat des Kriegsveteranen Gwenael Chabod, der zum Commandanten übber die Garnisonen der Stadt berufen wird. Sein Geliebter Orin - ein ehrwürdiger Priester orcischer Abstammung - ist an seiner Seite, als sich vor Gwenaels Augen ein Mann in eine seelenlose Kreatur verwandelt. 
Kurz darauf wird eine junge Frau getötet. Einziger Augenzeuge ist der Dieb Jaleel. Sein Bericht deckt Grauenvolles auf - und bringt sein eigenes Leben in Gefahr. 
Gemeinsam mit neuen Freunden und Verbündeten jagt Gwenael den finsteren Geist, der von Valvermont Besitz ergriffen hat. Nicht ahnend, wie nah ihm die Dunkelheit bereits ist.
Ein Roman aus einer fantastischen Welt, die die ersten vorsichtigen Schritte in Richtung Moderne wagt. Umgeben von dampfbetriebenen Maschinen, mächtigen Magiern und einem undurchsichtigen Stadtoberhaupt muss Gwenael sich fragen, wem er trauen kann, wer seine Freunde sind, wer ihn liebt und welche düsteren Geheimnisse die Villa seiner Familie birgt.
Quelle: Incubus Verlag


Vorab möchte ich mich bei Tanja Meurer und dem Incubus Verlag für das Leseexemplar bedanken.

Die 700 Seiten sind geschafft und hinter mir liegt eine spannende Geschichte voller Magie und Spannung. Aber um es kurz zu sagen, in der Stadt Valvermont, in welcher die Geschichte spielt,  möchte ich nicht wohnen. Die Mordrate scheint sehr hoch zu sein und allgegenwärtiges Misstrauen steht an der Tagesordnung. Da gute Menschen, wie den ehemaligen Soldaten Gwenael Chabod, zu finden scheint Glück zu sein. 

Wie bereits oben zu erlesen, geht es im Buch um Gwenael welcher nach einer Schussverletzung nicht mehr im Krieg dienen kann und als Commandant der Stadt Velvermont eingesetzt wird. Ein leichtes Unterfangen wie er dachte. Allerdings überschlagen sich innerhalb kürzester Zeit die Ereignisse, welche dazu führen das er Vertrauen in fremde Personen aufbauen muss und gleichzeitig zu spüren bekommt was es heißt verraten zu werden. Das ihn dann auch noch seine Familiengeschichte einholt, welche voller Geheimnisse besteht macht die Sache noch einen Hauch schwerer.

Das erste mit was ich zu kämpfen hatte, waren die Namen. Jene waren teilweise so ausgefallen das es Übung bedurfte um sie auszusprechen. Hier hätte es sich gelohnt, zu Anfang eine Namensliste einzufügen. Zudem kommen gerade am Anfang so viele Charaktere zusammen das es schwierig war, der Geschichte zu folgen. Dies renkte sich zum Glück nach kürzerer Zeit ein. Was mir dann auffiel war der Zeitraum in dem die Geschichte spielt. Denn ich hatte das Gefühl dass das Ganze innerhalb von ein paar Tagen stattfand und nicht innerhalb von Wochen, wie es die Seitenzahl vermuten lässt. Hier bestand auch mein Problem. Teilweise fand ich die Beschreibungen und der Detailreichtum mehr als nur faszinierend, teilweise kam es mir aber auch so vor als würde die Geschichte endlos in die Länge gezogen werden. 

Gwenael selbst war mir die ganze Zeit über, sehr sympatisch. In der heutigen Zeit wäre er wohl der beste Freund aller. Und doch überraschten mich die ersten Seiten sehr, da ein Thema angesprochen wurde das gerade momentan sehr aktuell ist. Die Rede ist von Homosexualität. Richtig, Gwenael liebt Männer. Und nicht nur Männer, denn der Commandant hat anscheinend ein Faible für Fantasywesen wie z.B. einen Albino-Orc. Dies mit der Geschichte zu vereinen fiel teilweise sehr schwer, da die Zeit in welcher die Geschichte spielt, doch ehr zu jener gehört, in welcher diese Art der Liebe nicht gerne gesehen wurde. Trotzdem bleibt Gwenael eine angenehme Person, die mit seinen vielen guten Eigenschaften, zumindest bei mir Sympatie weckte. Das Aussehen wird im Buch mehrfach angedeutet, aber eine richtige Zusammenfassung, hätte mir besser gefallen. 

Die Nebenfiguren spiegeln sich in dieser Fantasy-Welt wieder. Von Orc´s, Trollen, Zwergen, Feuerwesen, Elfen usw. ist für jeden etwas dabei. Die Darstellung jener fand ich sehr interessant. Denn die meisten gehen Berufen nach, welche ich Ihnen nicht zugetraut hätte oder haben Begabungen der anderen Art. 

Was mir bei der Bewerbung um das Buch gleich auffiel, war das Cover. Denn es spiegelte das Genre Steampunk, sehr gut wieder. 

Was mich dann doch sehr ärgerte war das Ende. Ich freute mich auf einen spektakulären Kampf gegen Magie und Hexerei und bekam nix. Denn mitten als es spannend wurde, brach das Buch ab und endete. Das dies der 1.Teil der Serie sein soll ist ja schön und gut, aber dem Ende nicht mal ein Ende zu geben fand ich mehr als störend. Man wird sich was bei gedacht haben, aber was das genau war? Ich habe keine Ahnung.

Zusammengefasst ist das Buch wirklich spannend und verbindet die Genre Steampunk, Fantasy und Krimi sehr gut miteinander. Etwas kürzer hätte Geschichte dann aber auch ausfallen können und das nicht stattfindende Ende frustriert schon leicht. Trotzdem sehr spannend und lesenswert.