21 November 2016

[Rezension] Saskia Louis - Mordsmäßig unverblümt








"Mordsmäßig unverblümt"

Autoren: Saskia Louis
Preis: 4,99 €
Einband: E-Book
Genre: Krimi/Komödie
Seitenanzahl: 305 Seiten
Veröffentlichung: 26.04.2016
Verlag: Digital Publishers



Unterhaltung & Krimi mit Suchtfaktor: Ein neueröffnetes Blumengeschäft, chaotische Familienbeziehungen & ein makabrer Fund im Sperrmüll– willkommen im Leben von Louisa Manu!
Wenn man innerhalb eines Tages einem Polizisten auffährt und einen Finger in einem alten Holzkästchen findet, kann das durchaus zu Stress führen. Wenn sich der leitende Ermittler aber als ebendieser Polizist herausstellt, man sich um das eigene Blumengeschäft, die verantwortungslose Schwester und die unfähige 70-jährige Mitarbeiterin kümmern muss, ist Chaos vorprogrammiert.
Doch Louisa Manu ist fest davon überzeugt, dass sie den Fall aufklären und gleichzeitig ihr Leben in den Griff kriegen wird. Schließlich ist sie neugierig, clever, motiviert – und fast nicht überfordert …

Quelle: Digital Publishers


Ich gehe gerne an Blumenläden vorbei und betrachte die tollen Blumen und Pflanzen, kaufe aber meist nix, da sich mein grüner Daumen auf Plastikpflanzen beschränkt. Ich habe Respekt vor den Personen, die solche Läden führen und die Blumen länger als 1 Tag am Leben erhalten können. Um so gespannter war ich auf dieses Buch.

Doch was ich da fand, war für mich absolut unreal, zumindest für die heutige Zeit. Denn einen Blumenladen zu eröffnen und zu führen erfordert gerade heutzutage viel Zeit, Geduld und Kontakte. Der Markt ist heiß umkämpft da man mittlerweile in jedem Discounter Blumen erwerben kann. Doch dies scheint unserer Protagonistin Louisa recht egal zu sein. Zum einen setzt sie eine völlig unfähige 70-Jährige ein, die noch nie in ihrem Leben gearbeitet hat und sieht zum anderen darüber hinweg das große Lieferungen durch die ältere Dame falsch abgewickelt wurden. Und dabei steht sie gerade mal am Anfang. Mich stören zudem nicht die Charakter selbst, da ich Louise eigentlich ganz spritzig finde, sondern die Art und Weise wie Laden der Laden geführt wird. Denn wer stellt bitte eine Frau ein, die außer Kekse backen nix kann? 

Die Bekanntmachung von Louisa und Joshua erfolgt sehr unterhaltsam und ließ auch mich schmunzeln. Doch die nachfolgenden Konversationen gingen immer mehr in Richtung Zirkusarena. Nicht nur das Louisa als Zivilistin an einem Mordfall mitarbeiten darf, was in Deutschland wahrscheinlich nie geschehen wird, sondern man das Gefühl bekommt das die beiden sich eine Art Wortgefecht liefern. Es werden im Minutentakt Sprüche geliefert, die irgendwann nur noch nervig sind. Joshua selbst kann ich als Polizisten nicht ernst nehmen. Es fehlte teils die Ernsthaftigkeit. Natürlich darf ein ein Polizist Humor haben, aber sich gleich zur Lachnummer zu machen gehört wohl nicht dazu.

Die Erfassung des Täters war teilweise gut durchdacht, geriet aber in den Hintergrund durch den fast sinnlosen Grund der Tat. 


Die Schreibweise des Buches gefiel mir eigentlich sehr gut. Sie war locker und leicht zu lesen. Auch gab es, gerade zu Anfang, sehr witzig und originelle Stellen die zum schmunzeln einladen. 

Das Buch fing wirklich sehr gut an und begeisterte mich, doch spätestens beim zigsten Fehler von Trudi, wiederholten Streit zwischen Louisa und Joshua und der fragwürdigen Geschäftsführung verließ mich einfach die Glaubwürdigkeit. 

Mit etwas mehr Realismus hätte mir die Geschichte um einiges besser gefallen.