[Rezension] Valerie Springer - Ein paar Tage in einer fremden Stadt








"Ein paar Tag in einer fremden Stadt"

Autoren:Valerie Springer
Preis: 19,90 €
Einband: Hardcover
Genre: Gegenwartsliteratur
Seitenanzahl: 171 Seiten
Veröffentlichung: 19.07.2016
Verlag: Wortreich Verlag



Hubertus, 40 Jahre alt, ein erfolgreicher Geruchsforscher, wird von einer Frage verfolgt, die er nicht ignorieren kann. Kann etwas Verlorenes wieder zurück gebracht werden? Gibt es den Kreislauf, die unendliche Wiederholungsbewegung, oder ist verloren, was nicht mehr ist? Er lernt die junge Kalliope kennen, die nach einem Asteroiden benannt ist und nach seiner verstorbenen Frau duftet. Er wird von seiner Vergangenheit eingeholt, von Erinnerungen, die er nicht vergessen kann. Um sich selbst zu öffnen, zu erneuern, muss zuerst das Kapitel geschlossen werden, in dem sein ganzes bisheriges Leben steht.

Quelle: Wortreich Verlag



Der Geruch, das Aroma oder der Duft, alles 3 kann unterschiedlichste Empfindungen bei uns auslösen. Denn jeder ist einmalig, genau wie jeder Mensch einmalig ist. Doch was sagt der Geruch unserer Tränen über uns?
Für viele sind es einfach nur Tränen, aber anscheinend ist ein richtiges Fachgebiet, in dem noch viele Fragen offen sind.

Wie schon oben beschrieben geht es um Hubert, welcher seinen Namen von der Gaststätte die die Eltern führen hat. Wäre das nicht schon schlimm genug, so hat er ein zerrüttetes Elternhaus, welchem erst viel zu spät entkommt.
Was Hubert aber interessiert sind Tränen. Denn Träne ist nicht gleich Träne und deren Erforschung möchte er als Geruchsforcher nachgehen, da eine Laufbahn als Tränenforscher ihn nur Hohn einbringen würde. 

Hubert selbst ist dabei sehr eigen und richtig vorstellen kann ich ihn mir auch nicht. Ich bekam einfach kein Gefühl für ihn. Ich denke aber auch das Hubert´s Äußeres nicht schlag gebend für den Roman war.  Seine Empfindungen rücken dafür um so mehr ins Licht.

Während des Lesens wechseln wir zwischen dem Hubert der noch ein Kind ist und zwischen dem Erwachsenen. Und gerade seine Kindheit ist doch sehr traurig. 

Natürlich erfahren wir nicht nur Einzelheiten über Hubert sondern auch von seiner Mutter, die ihrem Mann unterwürfig ist und sich nicht einmal traut die eigenen Kinder zu beschützen, seinem Vater der im Dorf auf Grund seiner Taten bekannt ist, jene aber nie ausgesprochen werden und von Lucy, dem Lehrling im Wirtshaus. 

Auch Lucy hat ein schwieriges Leben wie Hubert, welches auch mit dem Elternhaus zusammen hängt. Kalliope dagegen blieb mir ein Geheimnis, auch wenn sie Lucy sehr ähnlich zu scheinen schien. 

Die Schreibweise fiel mir am schwersten da er sehr philosophisch und wissenschaftlich war. Ich musste oftmals Passagen doppelt lesen und hatte große Probleme, das was in den Zeilen erzählt wurde, zu deuten. Wer Physik oder ähnliches studiert hat, dem sollte das Lesen des Buches keinerlei Probleme bereiten, doch mir als Physikniete blieb der Sinn einiger Zeilen verborgen.

Das Buch war nicht wirklich schlecht, aber für mich eine richtige Denknuss. 
Ich habe nicht alles im Buch verstanden und merkte wieder einmal das ich sowohl in Physik als auch im philosophischen Teil große Probleme hatte zu folgen. Eine schon anspruchsvolle Lektüre.