02 März 2017

[Rezension] Henning Scheffler - Allein oder nur allein gelassen








" Allein oder nur allein gelassen "

Autor:  Henning Scheffler
Preis: 8,99 €
Einband: Taschenbuch
Genre: SciFi
Seitenanzahl: 244 Seiten
Veröffentlichung: 16.06.2016
Verlag: Books on Demand




Nach einem schlimmen Streit mit seiner Freundin stürmt Thomas aus dem Haus. Um den Kopf freizubekommen, läuft er durch den nahegelegenen Wald. Als er auf eine Lichtung tritt, traut er seinen Augen kaum: Ein Ufo mit geöffneten Türen steht vor ihm. Die Außerirdischen um ihn herum sind freundlich, sprechen sogar seine Sprache. Thomas sieht in der Situation die Chance seines Lebens: Er braucht lediglich mit denen, die da vor ihm stehen, die Erde verlassen …
Wie würden wir Erdenbürger reagieren, wenn wir plötzlich vor den Bewohnern eines anderen Planeten stehen würden? Würden wir auf die Fremden zugehen, in ihnen die einzigartige Möglichkeit sehen, Neues kennenzulernen? Oder würde die Angst uns lähmen, das Misstrauen in uns beiderseitig eine ablehnende Haltung schaffen?



Ich bin ein großer Sci-Fi-Fan und geniesse normalerweise jedes Buch welches auch nur ansatzweise mit dem Thema zutun hat. Doch diesmal war es leider anders. Schon die ersten Seiten waren für mich, trotz der Thematik Sci-Fi, dermaßen unrealistisch,  das ich mich förmlich dazu zwingen musste weiter zu lesen. Dies tat ich dann auch, konnte aber keine Besserung feststellen. 

Der Hauptcharakter, Thomas, war mir eigentlich sehr sympatisch und auch seine Art gefiel mir sehr gut. Zwischendurch konnte man mich sogar zum Grinsen bringen, da seine Gedankenwelt und seine lockeren Sprüche die ganze Geschichte auflockerten. 

Das Buch möchte anders sein und uns einmal zeigen wie es wäre wenn Außerirdische bereits auf der Erde wären, aber nicht wie sonst jene übernehmen möchten. Die Idee dahinter fand ich wirklich nicht schlecht, allerdings konnte mich die Umsetzung nicht wirklich überzeugen. 

Das Buch schwankt stets zwischen Gegenwart und Vergangenheit was mich zusehends verwirrte. Auch wird gesagt das man die Geschichte aus Thomas´Tagebuch hätte. Davon merkt man allerdings nicht viel. Hier hätte ich es besser gefunden wenn man einfach Tagebuchseiten gezeigt hätte als es zu erzählen.

Was mir besonders auffiel war der Schreibstil welcher für mich einfach zu konfus war. Ich bin finde es immer toll wenn ein Buch Details nennt und somit die Geschichte lebendiger macht. Doch dieses Buch zeigt das zu viele Einzelheiten auch vieles kaputt machen können. Als Beispiel wäre hier die Beschreibung des Raumschiffes, dessen Details lieblos hintereinander weg heruntergerattert wurden und somit das Gefühl gaben das man eine Gebrauchsanweisung liest. 
Man muss jedoch sagen das ich im gesamten Buch keinerlei Fehler finden konnte, was mich dann doch positiv überraschte. 

Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut und wurde leider sehr enttäuscht. Die Story hatte viel Potenzial, wurde aber durch die Schreibart komplett verdrängt. Es fehlte einfach ein flüssiger Lesefluss. 

Es tut mir immer sehr leid eine schlechte Bewertung zu geben, besonders bei einem Selfpublisher, aber ich möchte weiterhin ungelogen schreiben.