[Rezension] Melissa Galldony - Aschenputtel verlässt ihren Prinz








" Aschenputtel verlässt ihren Prinz "

Autor:  Melissa Galldony
Preis: 10,69 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Romantik/Humor
Seitenanzahl: 97 Seiten
Veröffentlichung: 30.06.2016
Verlag: CreateSpace



Nach der Scheidung von ihrem Mann, der seine Praktikantin geschwängert hat, beschließt die immer noch kinderlose Bine ihr Leben umzukrempeln und sucht sich einen Job als Nanny, um wenigstens die Kinder anderer zu hüten. Dabei macht sie Bekanntschaft mit Familie Meyer-Dierks aus Hamburg-Blankenese und wird dort mit einem geizigen Bankier und seiner magersüchtigen Frau, einer Designerin für Bademoden sowie ihren zwei Kindern konfrontiert, die sie betreuen soll. Die achtjährige Tochter Sarah-Jane, die lieber Ballett tanzt, als Chinesisch, Englisch und Französisch zu büffeln und ihr dreijähriger Bruder Timi, der immer Pipi auf den Boden machen will, wenn ihm etwas nicht passt, machen ihr schwer zu schaffen. Und der Hausherr, der gern eine Affäre mit ihr hätte, macht ihr das Leben auch nicht leichter.

Quelle: Amazon



Nachdem der erste Teil "Aschenputtel sucht ihren Prinz", was eigentlich heißen müsste "Aschenputtel sucht ihren Prinzen", mich dermaßen enttäuschte, nahm ich mich nun den 2. Teil an, mit der Hoffnung das dieser ja nur besser sein könnte. Doch leider weit gefehlt.

Wir erleben Bine, 7 Jahre später in der immer noch fragwürdigen Zeit und dem selben unbekannten Ort. Ihr Prinz Jean hat sie mittlerweile verlassen, was gegen den Titel spricht,  und die beiden lassen sich scheiden. Mit der Hoffnung einen Neuanfang zu beginnen kündigt sie ihren alten Job und sucht sich einen Job als Nanny, welchen sie kurzerhand auch bekommt. Da sie jedoch die Suche nach ihrem Prinzen noch nicht aufgegeben hat, sucht sie als frisch geschiedene Frau weiter.Ob sie diesmal fündig wird?

Ein Seufzen entfleucht meiner Kehle, da Bine einfach ein Charakter ist über den man nix lesen möchte. Man versteht immer mehr warum sie nur eine Freundin hat, den als mittlerweile 39-jährige Frau denkt sie wie ein Teenager und dies kann sehr anstrengend sein. Was sich zum Vorteil nicht verändert hat ist der Grad zwischen den Fettnäpfchen, die im Akkord folgen und den sowas von zufälligen Glücksmomenten. 

Anscheinend hat die Autorin eine sehr berufsfreundliche Fantasiewelt, da Bine nur ein paar Erziehungsratgeber lesen muss und sich schließlich als Nanny bewirbt. Das sie dann auch noch prompt in ein gutes Haus kommt, konnte ich nur belächeln. Das dies fern ab der Realität ist scheint hier nebensächlich zu sein. Auch den darauf folgenden Job bei einer Fernsehanstalt erhält sie bereits beim ersten Sprechen, obwohl eine Ausbildung in dieser Richtung normalerweise notwendig ist.     

Die Schreibweise sagte mir auch diesmal nicht zu, da man das Gefühl hat eine Zusammenfassung zu lesen und keine fertige Geschichte. Auch fehlt von Spannung jede Spur, jedoch gibt es genug Momente in dem man den Kopf schütteln kann. Gerade ich als Frau, fragte mich wie man einen so penetranten Charakter schaffen kann, der überhaupt nix von Gefühlen versteht und einfach unrealistisch ist. 

Leider macht Teil 2 nix besser als der Vorgänger, was mich eigentlich schon sehr ärgert. 



 
 


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