[Rezension] Nadine Erdmann - Cyberworld 3.0: Evil Intentions







"Cyberworld 3.0: Evil Intentions"

Autor:  Nadine Erdmann
Preis: 4,99 €
Einband: E-Book
Genre: Jugendbuch/Sci-Fi
Seitenanzahl: 333 Seiten
Veröffentlichung: 31.10.2016
Verlag: Greenlight Press




»Bist du okay?« Ihre Stimme klang nicht so fest, wie sie es sich gewünscht hätte, als ihr Blick über seine blutige Lippe und die roten Male auf seiner Wange glitt.
»Ist nicht so schlimm.« Er tupfte das Blut mit dem Ärmel seines Longsleeves ab.
»Was ist hier los, Jamie?« Sie hasste, wie klein und hilflos und überfordert sie sich fühlte.»Wer sind diese Kerle? Und was wollen die von Dad?«

Nach den turbulenten Sommerferien hat der Alltag Jamie, Jemma, Zack, Ned und Will wieder und Schule, Freunde
und Familie halten die fünf in Trab: Jamie meistert die Schule ohne Rollstuhl, Zacks Eltern sind aus New York zu
Besuch und Ned hat sich dazu überreden lassen, mit den anderen zur Schule zu gehen – trotz Heidenangst, jemand
könnte sein Geheimnis herausfinden. Aber immerhin ist da ja Charlie, Jemmas beste Freundin, die Gefühle in ihm
weckt, die er in seinem neuen Biokörper nicht so recht einordnen kann. 

Eigentlich wäre all das schon Trubel genug, aber das Schicksal hält noch mehr für die fünf bereit. Doch diesmal
stellt es die Freunde in keinem CyberGame auf die Probe. Es prüft sie eiskalt in der Wirklichkeit …

Quelle: Greenlight Press


Erstmal muss ich mich ganz herzlich bei der Autorin bedanken, welche mir dieses Leseexemplar zukommen ließ. Sie hat wohl einfach gemerkt, das mir diese Buchreihe Spaß macht zu lesen. Und das tat sie auch mit dem 3. Teil der Serie.

In diesem Teil der Serie lauert die Gefahr diesmal nicht online sondern ist mehr als real. All zu viel möchte ich jedoch nicht verraten, da die Geschichte einige Wendungen bereit hält, die man nicht vermutet hätte. 

Robert Bennett wird entführt und Jamie und Jemma von 2 schmierigen Kerlen in Schacht gehalten. Aber wieso das alles? Weil ein Mann seinen Sohn nicht im Gefängnis sehen möchte. Das dieser wegen Mord angeklagt ist, interessiert den Vater nicht, den es heißt einen Ruf zu retten. Seinen Ruf. 

Die Charaktere haben sich kaum geändert, außer das 2 bekannte Figuren nun mehr in den Vordergrund geschoben wurden. Zum einen wäre dies Robert Bennett, Jemma und Jamie´s Vater, der trotz seiner Karriere als Anwalt, ein sehr ausgeglichener Mensch ist. Es berührt mich sehr wie viel er für seine Kinder empfindet, gerade auch Zack den er wie seinen eigenen Sohn behandelt.
Mit der 2. Figur bin ich nicht so ganz zufrieden, da Charlie, Jemma´s beste Freundin, für mich nicht so richtig in diese Gruppe passen will. 

Dieses Mal erfährt man viel über Zack. Wir lernen sogar seine Eltern kennen, die einen aber nur den Kopf schütteln lassen. Man versteht immer mehr warum Zack sich bei den Bennett´s so wohl fühlt. Gerade der Umstand das seine Eltern nicht mit der Beziehung zu Jamie und dessen Behinderung klar kommen, machte einen teils sehr wütend. 

Ich habe bei dieser Reihe immer das Gefühl, das es auch um Hoffnung geht. Egal ob es um Jamie geht, der sich jeden kleinen Schritt erkämpfen muss oder Ned, der in seinem Biokörper immer besser klar kommt, sich aber einfach nicht als richtiger Mensch fühlt. 

Mir sind die Hauptfiguren mittlerweile sehr ans Herz gewachsen. Auch wenn es sich bei der Reihe um eine Jugendbuch-Serie handelt, so zeigt sie doch wie der Umgang gegenüber anderen Menschen sein sollte. Die Gruppe um Jemma, Jamie, Zack, Ned, und Will achtet auf einander und beruht nicht auf Neid und Eifersucht. Ein in unserer heutigen Zeit ein seltenes Bild.

Gerade weil mir die Charaktere so gefallen, war es um so spannender zu erleben wie sie die missliche Lage meistern. Bisher hat die Geschichte dabei keinerlei Spannung verloren und sorgt mit seinen unerwarteten Wendungen für emotionale Momente. Noch immer finde ich den Schreibstil von Frau Erdmann mehr als überzeugend, da sie es schafft eine Erzählung dermaßen realistisch wirken zu lassen, das man glaubt ein Teil der Welt zu sein. 

Auch wenn ich nicht mehr ganz jugendlich bin, so habe ich immer noch eine Menge Spaß beim Lesen der Bücher. Sie sind erfrischend anders und bewegen etwas in mir.