18 Juni 2017

[Rezension] Kelda Ardere - Das Erbe der Krylows: Moira Band 1






Autor:  Kelda Ardere
Preis: 11,95 €
Einband: Softcover
Genre: Fantasy/Jugend
Seitenanzahl: 247 Seiten
ISBN: 978-3-8459-1006-2
Veröffentlichung: 01.12.2013
Verlag: AAVAA Verlag



Nachdem Moiras Eltern unter mysteriösen Umständen zu Tode gekommen sind, wird sie in ein Kinderheim in Berlin gesteckt. Dort harrt sie als sture Einzelgängerin aus und schwört den Tod ihrer Eltern um jeden Preis aufzuklären und zu rächen. Allerdings geraten ihre Pläne ins Wanken, als sie entdeckt, dass sie eine außergewöhnliche Gabe hat. Ohne es zu ahnen, schwebt sie in höchster Gefahr, denn sie ist nicht die Einzige, die diese Entdeckung macht. Moira wird von zwei seltsamen Fremden aus dem Heim geholt und muss ein gefährliches Erbe antreten. Nicht nur ihr eigenes Leben und das ihrer Beschützer, sondern auch die Zukunft von Millionen Menschen scheinen plötzlich in ihren Händen zu liegen. Doch das ist nur der Anfang. Von der Sache mit dem Stück Käse am Bein mal ganz abgesehen!

Quelle: AAVAA Verlag




Ich bin mittlerweile ein großer Fan des Fantasy-Genres und bin noch immer darüber verblüfft das man noch soviel neues erfinden kann. Man glaubt schon alles gelesen zu haben und dann kommt ein Buch das einen wieder in eine völlig neue Welt bringt. Genauso war es auch mit diesem Buch, welches der erste einer 3- teiligen Serie darstellt.

Wir lernen Moira als 8-jähriges Mädchen kennen, das in Schweden, in einem kleinen Dorf, mit ihren Eltern lebt. An ihrem Geburtstag ist eigentlich alles wie es sein soll, sie bekommt ihren lang erbettelten Dolch und einen Kuchen, doch mit nur einen Anruf wird ihr komplettes Leben umgekrempelt. Sie müssen fliehen und kurze Zeit darauf erfährt sie das ihre Eltern tot sind. Nach längeren hin und her kommt sie in ein Waisenheim in Berlin. Sie verfolgt ihren Plan, mehr über den Tod ihrer Eltern zu erfahren und spart sich daher ihr Geld zusammen. Doch alles kommt anders als der Besitzer des Heimes vorbeikommt und sich dazu entscheidet Moira zu adoptieren. Doch Moira wurde nicht zufällig ausgewählt, denn sie hat eine Gabe, welche wohl schon länger in der Familie existiert und die trainiert werden muss. Zudem ist eine Gruppe hinter ihr her um ihre Kraft für sich selbst zu nutzen. Es heißt also schnell handeln und dabei vorsichtig sein. 


Kommen wir zu den Charakteren und besonders zu Moira. Erst einmal mag ich den Namen sehr. Er klingt mystisch und irgendwie nach etwas besonderem. Und genauso ist Moira auch, sie ist einzigartig. Neben ihrem einfach zum los schreienden Humor und ihren Tagträumen, in die sie sich gerne vertieft, ist sie ein wahres Genie. Kein Wunder, denn sie wurde als Kind bereits auf Niveau von Abiturienten unterrichtet. Moira ist meist etwas griesgrämig und lässt ungerne Menschen an sich heran. Gerade deswegen wird sie meist als Sonderling eingestuft, was sie aber nicht stört. Sich in ihren Charakter zu versetzen fällt nicht schwer und macht auch richtig Spaß.

Aleki Krylow, Leyla Fraser, Alister und Ayden, Alisters Sohn, übernehmen die Ausbildung nachdem Heim und versuchen ihre Kräfte zu bändigen. Doch dies ist nicht gerade einfach da die 4 häufig mit Moira kollidieren. Sie sehen teils nur die große Sache und verstehen einfach nicht das Moira etwas überfordert ist. Trotzdem finde die Gruppe sehr gelungen, da es Charaktere gibt die man mag und welche die man einfach nicht ausstehen kann. 


Die Schreibweise überzeugte auf ganzer Linie und machte mehr und mehr Spaß. Als wirkt sehr jugendlich und frech. Denn gerade an Flüchen wird nicht gespart und dies ist teilweise einfach nur urkomisch. Auch die Beschreibung ihrer Tagträume war jedes mal ein Highlight. Hier ein Beispiel aus dem Buch:

Das Erbe der Krylows: Moira Band 1
S. 169

"Wenn ein Wort ausdrücken soll was ich jetzt gerade denke dann wäre dieses Wort Sabber oder auch Rrrrrrrrrrrrr, eventuell würde Jamjamjamjam auch noch in Frage kommen."

Leider fielen die Kapitel viel zu lang aus, was meinen abendlichen Vorsatz, nur noch dieses Kapitel zu lesen, gehörig in die Länge zog. 

Wem das hin und her der Familienaufstellung doch etwas zu hoch ist, findet einen Stammbaum am Anfang des Buches. Leider ist dieser über-aktuell da bereits Personen genannt werden, die im Buch noch garnicht vorkommen. Gerade dies sorgte bei mir für einen großen Spannungsabbruch da man, wenigstens teilweise, erfährt wie die Geschichte zwischen Moira und Ayden weiter verläuft. Hier hätte ein verkürzter Stammbaum herhalten müssen.


Das Cover gefiel mir ausgesprochen gut. Es ist schlicht und sehr dunkel, aber Moira, die darauf abgebildet ist, wirkt einfach nur umwerfend. Das das Bild von ihr gezeichnet ist macht es so um faszinierender.


Der erste Teil, der 3-teiligen Reihe, machte Spaß und fesselte mich ungemein. Für Spannung und Humor ist ausreichend gesorgt. Das Buch spricht, denke ich, ehr das jüngere Publikum an, kann aber auch getrost von Erwachsenen gelesen werden.

Ich bin bereits dabei seinen Nachfolger zu lesen über den ich euch demnächst mehr erzählen werde.
                 

Ich möchte mich ganz herzlich beim AAVAA Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. 
Auch der Autorin möchte ich für ihre liebe Widmung im Buch danken.