20 Juli 2017

[Rezension] Dennis Lehane - Shutter Island



Autor: Dennis Lehane
Preis: 12,00 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 368 Seiten
ISBN: 978-3548281247
Veröffentlichung: 10.02.2010
Verlag: Amazon /Ullstein Verlage


US-Marshal Teddy Daniels setzt von Boston über nach Shutter Island. Aus dem dortigen Ashecliffe Hospital für psychisch kranke Straftäter ist eine Patientin verschwunden. Gerade als Daniels und sein Partner mit den Ermittlungen beginnen, bricht ein verheerender Hurrikan los. Die Verbindung zum Festland reißt ab, die Insel versinkt im Chaos.

Quelle: Amazon




Willkommen auf Shutter Island, einer Insel auf der die schlimmsten, psyschichinstabilen Gefangenen von ganz Amerika einsitzen. Wer dort unterkommt ist meist eine Gefahr für seine Umgebung und für sich selbst. Als schließlich eine Gefangene entkommt, werden die US-Marshalls Teddy Daniels und Chuck Aule gerufen um die Flüchtige wieder einzufangen. Schon während der Überfahrt zur Insel spekulieren sie über die äußerst fragwürdige Einrichtung und werden, je länger ihr Aufenhalt dauert, immer misstrauischer. Werden hier Operationen am Menschen getätigt und das Gehirn aufs bestialische erforscht? Und lebt Andrews Laeddis hier, der Teddy´s Vergangenheit prägte? Und wer ist eigentlich Patient 67? Fragen über Fragen, die am Ende nur eines haben, eine Antwort die schockierender nicht sein könnte.

Herr Lehane wusste ganz genau wie er seine Charaktere gestalten musste um die richtigen Eindrücke bei den Lesern zu wecken. So waren Teddy Daniels und Chuck Aule die Guten, die nur Recht und Ordnung durchsetzen wollten, wobei Chuck Aule mir um einiges sympatischer war. Wir erfahren zwar kaum etwas über seine Vergangenheit, dafür von Teddy´s um so mehr, was es teilweise ganz schön in sich hatte. 


Der Direktor, die Ärtze, die Schwestern und die Pfleger wirken allesamt sehr verschlossen. Gerade dies machte aber alle um so interessanter. Besonders Dr. John Cawley spielt eine große Rolle bei all dem. Denn hinter seine Fassade zu sehen ist fast unmöglich. Er gibt viel preis und doch hat man das Gefühl das er um so mehr verheimlicht. 


Die Gefangenen/Patienten wurden ausgezeichnet dargestellt und weckten nicht selten Mitleid. Gerade die Patienten aus Station C taten mir unheimlich leid obwohl sie zugleich sehr angsteinflößend wirkten. 


Wir erleben vieles aus der Sicht von Teddy und manchmal als würden wir über ihn kreisen. 



Spannung, Überraschungsmomente und unerwartete Wendungen, genau diese Aspekte machten das Buch so gut. Zudem kam man sehr gut in die Geschichte hinein und war nach ein paar Seiten, schon von der Geschichte gefangen. Der Schreibstil war leicht und verständlich weshalb man sehr schnell im Buch voran kam. Mir fiel es sehr schwer das Buch aus der Hand zulegen da man einfach wissen wollte was alles nächstes passierte. Leider fehlte mir ein wenig der Charme der 1950er. Es gibt selten Hinweise darauf, was ich sehr schade finde.



Leider habe ich vom Buch nur die Filmausgabe ergattern können, welche aber glücklicherweise die selbe Geschichte, wie die normale Ausgabe, enthielt. Auf meinem Cover wird Shutter Island gezeigt, als gerade der Sturm über die Insel fegt. Darüber sieht man Leonardo DiCaprio welcher gerade ein brennendes Streichholz hält. Das Rot der Schriftfarbe erweckte in mir das Gefühl von Gefahr. 



So muss ein Thriller sein. Packend, voller Überraschungen und einem Ende das man nicht erwartet hat. Wer den Film zum Buch noch nicht gesehen hat, sollte sich zuerst das Buch vornehmen, um sich selbst einen Eindruck von der Geschichte rund um Shutter Island zu bilden. Eine eindeutige Leseempfehlung.