13 Juli 2017

[Rezension] Douglas Adams - Per Anhalter durch die Galaxis






Autor: Douglas Adams
Preis: 8,99 €
Einband: Taschenbuch
Genre: SciFi/Humor
Seitenanzahl: 208 Seiten
ISBN: 978-3-453-14697-6
Veröffentlichung: 01.11.1998
Verlag: Heyne Verlag


Der erste Band der fünfteiligen Trilogie

Vor 30 Jahren wurde von einem der größten Verlage Ursa Minors (und der Erde) das bemerkenswerteste Buch, das je veröffentlicht wurde, der Menschheit zugänglich gemacht: Per Anhalter durch die Galaxis.
Für Arthur Dent ist es ein ganz normaler Donnerstag, bis sein Haus von Planierraupen niedergewalzt wird. Kurz darauf wird allerdings auch die gesamte Erde von einem vogonischen Bautrupp plattgemacht, weil sie einer Hyperraum-Umgehungsstraße weichen muss. Aber da hat sich Arthurs bester Freund schon längst als Alien entpuppt, und sie sausen durchs Weltall mit nichts als ihren Badetüchern und einem harmlos wirkenden Buch, auf dem in großen, freundlichen Buchstaben »KEINE PANIK« steht. Und dabei hat das Wochenende gerade erst angefangen…
Quelle: Heyne Verlag




Eigentlich braucht es nur 3 Begriffe um dieses Buch zu schreiben. Urkomisch, verrückt und einmalig, beschreiben nur ansatzweise wie sehr mir das Buch gefallen hat. Selten hat man die Möglichkeit ein Buch zu lesen, das sich selbst auf so geringe Weise ernst nimmt. Zum Autor selbst fällt mir auch nur ein Wort ein, BEKLOPPT und das ist keinesfalls als Beleidigung aufzufassen sondern eine wahres Kompliment. 

Arthur Dent ist ein einfacher Mann der in seinem Haus lebt und nichts ahnend morgens aufwacht. Noch ahnt er nicht das dieser Tag sein Leben völlig umdreht. Zuerst soll sein Haus abgerissen werden und dann kommen auch noch Vogonen, die der Menschheit mitteilen das sie die Erde sprengen müssen, da eine Umgehungsstraße gebaut werden soll. Wenn das nicht schon reichen würde, entpuppt sich Arthurs bester Freund Ford auch noch als Außerirdischer von einem anderen Stern. Mit seinem Buch "Per Anhalter durch die Galaxis", nimmt er Arthur mit und rettet ihm so sein Leben. Was dann alles passiert muss man gelesen haben um es zu glauben. Doch "Keine Panik", wie es so schön auf dem Cover von "Per Anhalter durch die Galaxis" steht, denn das Buch gibt die ultimativen Tipps für einen günstigen Trip durch das Weltall. Traut euch an dieses Buch und vergesst dabei eines nicht, ein Handtuch.

Außer Arthur, würde ich niemanden im Buch auch nur ansatzweise als normal bezeichnen und trotzdem habe ich jeden Charakter lieb gewonnen. Angefangen von Marvin, welcher ein manisch-depressiver Roboter ist, bis hin zu den Magratheanern welche seit Millionen von Jahren nur für eine Antwort einer Antwort und die dazu passende Frage leben. Klingt verrückt? Ist es auch und macht dabei ungeheuren Spaß. Arthur wirkt in diesem ganzen Kuddelmuddel aus Verrücktheiten recht normal, aber doch äußerst passend. Denn er passt sich förmlich seinem drumherum an und schafft es dabei nicht in Hysterie oder Panik auszubrechen, was man sonst von jemanden erwarten würde. Marvin dagegen ist ein Miesepeter, wie er im Buche steht und erweckte trotzdem mein Mitleid. Denn für seine Gefühlswelt kann er nix, da er ja so programmiert wurde. Das er sich dann auch noch über glückliche Türen ärgerte, die sich darüber freuten, sich öffnen und schließen zu dürfen, steigerte seinen Unterhaltungswert nur noch mehr.
Diese beiden waren meine Lieblinge, aber natürlich gibt es noch viele mehr, die ich euch aber selbst entdecken lassen möchte. 

Der Schreibstil des Buches war sowohl positiv als auch negativ zu gleich. Zum einen fand ich es wirklich toll, nicht zu wissen was auf den nachfolgenden Seiten noch passieren könnte. Dies steigerte die Spannung und war meist für eine wirklich große Überraschung gut. Zum anderen hatte ich stellenweile wirklich mit dem Verstehen des Inhalts zu kämpfen. Einige Passagen musste ich mehrmals lesen um auch nur ansatzweise einen Bezug dazu zu finden. Dies bezog sich meist auf die Beschreibungen aus "Per Anhalter durch die Galaxis", welche meist sehr ausschweifend waren. Hier hätte ich mir mehr Leichtigkeit gewünscht, da ich eigentlich die gesamte Story verstehen wollte. Dazu kam noch, dass das Buch von unaussprechlichen Wörtern nur so wimmelt. Kaum ein Kapitel beherbergt nicht wenigstens ein Wort das einem Knoten in die Zunge zaubert. Und trotzdem würde ich dieses Buch als überragend bezeichnen. Selten hatte ich ein Buch in den Händen das auch nur ansatzweise Humor und Science Fiction so gut miteinander verband.
Die Kapitel unterscheiden sich in ihrer Länge durchweg und auch die Wechsel der Personen erfolgen immer zu. Natürlich erleben wir das meiste aus der Sicht von Arthur, jedoch ist es immer wieder sehr interessant wenn man etwas über eine andere Person oder einen ganzen Stamm erfährt. 
Mit 208 Seiten ist das Buch auch nicht gerade lang. Da es aber Teil einer 5-teiligen Reihe ist, hat man noch genug Lesestoff um mehr über Arthur, die Erde und das gesamte Weltall zu erfahren.

So verrückt das Buch ist, so bunt ist sein Cover. Ich hielt das Buch am Anfang für ein Kinderbuch, da der Comic-artige Stil, für mich, nicht so ganz zu einem Science Fiction-Werk passen wollte. Diese Meinung korrigierte ich nach dem Lesen des Buches, da es dann fast schon zu normal fand. Ich hoffe die weiteren Teile der Reihe auch in diesem Stil zu bekommen, da sie mir als Serie sehr gut gefallen. Allgemein finde ich den Mut des Autors großartig, der sich traute ein Buch mit einem so farbenfrohen Cover zu publizieren. 


Von meiner, am Anfang, beherrschenden Skepsis blieb am Ende nicht mehr viel übrig. Das Buch ist ein Abenteuer, wie ich es noch nie vorher erlesen durfte. Leider ist der Schreibstil stellenweise sehr schwer, weshalb ich einen Punkt abziehen musste.