[Rezension]Isaac Asimov - Alle Roboter-Geschichten




Autor: Isaac Asimov
Preis: 9,99 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Science Fiction
Seitenanzahl: 736 Seiten
ISBN: 978-3-404-23317-5
Veröffentlichung: 16.10.2007
Verlag: Bastei Lübbe




Der amerikanische Wissenschaftler Isaac Asimov ist einer der angesehensten SF-Autoren der Welt. Sein bedeutendster Beitrag zur SF sind seine Roboter-Geschichten, die hier in einer Neuausgabe vorgelegt werden. Es ist die von Asimov selbst zusammengestellte einzige komplette Sammlung dieser Geschichten, in denen er seine berühmten Drei Gesetze der Robotik entwickelt hat.
Freuen Sie sich auf die ebenso spannenden wie geistreichen Geschichten, die die Vorlage für Blockbuster wie I, Robot (Will Smith) und Der 200-Jahre-Mann (Robin Williams) lieferten.

Quelle: Bastei Lübbe



Roboter, ein Thema über das sich streiten lässt. Die einen sagen es gibt genug davon und die anderen meinen, das es noch mehr geben sollte. Gebaut und entwickelt werden sie bereits, aber noch sind sie nicht ausgereift genug. 

Wie die Welt mit Robotern aussehen könnte zeigen die vielen Geschichten von Isaac Asimov. Dies ist mein erstes Buch von ihm und ich war überrascht wie sehr er es schaffte mich in diese Welt hinein zu ziehen. Egal ob der Abscheu gegen diese Maschinen, die Faszination der Wissenschaftler oder die Handlungen der Maschinen selbst, alles wirkte so realistisch als wäre dies bereits alles erreicht. 

Auch die Beschreibungen von fremden Planeten und ihren Bewohnern waren ausgeklügelt, unterhaltsam und voller Überraschungen. Auch wenn wir viel über die Erde hören so war das Weltall und sein Raum der Spielplatz von Isaac Asimov, der mit Hilde von Robotern immer mehr erschlossen wurde.

Da es im Buch mehrere Geschichten gibt, ist die Aufzählung der einzelnen Charaktere einfach nicht machbar. Allgemein kann man sie aber in die verschiedenen Gruppen einteilen. Zum einen erfahren wir viel über die Roboter selbst, welche im Buch, das ein oder andere Problem zu bewältigen haben. Denn auch wenn die 3 Gesetze als perfekt gelten, so lösten sie Handlungen aus, die niemand erwartet hätte. 

Die Wissenschaftler im Buch sind teilweise sehr verschieden, da es welche gibt die sich durch und durch den Robotern verschrieben haben und diese sogar über den Menschen stellen, als auch jene die die alles dafür tun würden um die Roboter sich für die Menschen zu machen. Ich konnte mich für keine Gruppe entscheiden, da beide sehr wirksame Erklärungen hervor brachten. 

Der wohl wichtigste und gleichzeitig nebensächlichste Faktor im Buch sind wohl wir Menschen. Man kann und will sie, zum Teil, einfach nicht wirklich verstehen. Ihre Abscheu gegen Roboter ist fast schon unnormal. Manchmal musste ich mich jedoch auf ihre Seite schlagen, gerade wenn es z.B. um den Verlust von Arbeitsplätzen ging.

Besonders interessant waren allerdings die Mitarbeiter welche mit Robotern arbeiten mussten und dabei eine komplett andere Denkweise hatten. Sie hatten Respekt vor den Maschinen, schätzten aber gleichzeitig ihre Hilfe. Sie wussten das sie ohne Sie nie so gut in ihrer Arbeit voran kommen würden oder diese gar überhaupt nicht machen könnten.

Das Zusammenspiel aller Gruppen war einfach atemberaubend. Es gab einige Figuren die in mehreren Geschichten mitspielten und  trotzdem immer wieder aufs Neue etwas taten, mit dem an nicht gerechnet hätte.

Man bekommt auch teilweise Einsichten darüber wie die Personen aussehen, was aber nur in geringen Maßen wirklich interessiert, da der Interessenkonflikt mit den Robotern viel spannender war. 


Ich war sehr aufgeregt als ich dieses Buch begann. Ich wusste nicht genau was mich erwarten würde und ob ich dies überhaupt verstehen würde.

Die Erleichterung erfolgte bereits auf den ersten Seiten, wo man ein paar Zeilen von Isaac Asimov persönlich erlesen durfte. Bereits diese waren sehr humorvoll formuliert und erklärten wie so manche Geschichte entstand.

Auch die Geschichten an sich waren sehr lesefreundlich geschrieben und lockten selbst Neulinge des Genres in diese Welt. Ein gewisses Maß an Fantasie und Vorstellungskraft sollte aber vorhanden sein, da vieles sehr detailgetreu wieder gegeben wird. 

Mit über 700 Seiten ist das Buch kein Leichtgewicht unter den Taschenbüchern, aber enthielt bis zum Ende spannende Geschichten über die man auch nach den Lesen nachdenken musste. 

Als Erfinder der 3 Grundgesetze für Roboter werden diese natürlich auch immer wieder benannt. Dies wurde jedoch so geschickt mit in die Geschichten gebaut das es zu keinem Zeitpunkt störend oder gar nervend gewesen wäre.

Der wohl schwierigste Punkt im Buch waren die Beschreibungen oder Ausführungen, welche mit Fachbegriffen nur so um sich warfen. Auch ich verstand oftmals nicht was erklärt wurde. Man hatte jedoch das Gefühl das dies Absicht war, da man trotzdem, spätestens am Ende der Geschichte, genau wusste was gemeint gewesen war.


Ich würde das Cover als "Cover mit Charme" betiteln, da es für den Massengeschmack wohl nicht auffällig genug wäre, trotz der orangenen Farbe. Aus meiner Sicht finde ich es aber sehr gelungen. Es hat einen gewissen Stil der einfach sofort an das Genre Sci-Fi erinnern lässt. Natürlich tun die Roboter und die herumliegenden Teile ihr übriges, aber gerade die Schrift des Autors und die des Buchtitels weisen doch sehr stark darauf hin.

Mein erster Aimov und garantiert nicht mein Letzter. Wer einmal in das Genre Sci-Fi hineinschnuppern möchte, sollte sich ein paar Geschichten aus diesem Buch durchlesen. Ich bin begeistert.




1 Kommentar:

  1. Vor vielen Jahren habe ich zwei Romane von Asimov gelesen und so ganz habe ich die Geschichten nie vergessen. Als Krimifan hat mir die Kombination von Science Fiction und Krimi gut gefallen und dass ein Mensch und ein Roboter zusammenarbeiten mussten, war auch nach meinem Geschmack. Deshalb habe ich mir vor einiger Zeit diese Sammlung gekauft, um wieder mal etwas von Asimov zu lesen - diesmal in kleinen Häppchen. Ärgerlicher Weise hab ich noch gar nicht damit angefangen. Nach Deiner Rezension habe ich aber jetzt doch große Lust, gleich heute die erste Geschichte zu lesen.

    Die Asimov-Romane, die ich gelesen habe, waren übrigens "Stahlhöhlen" und "Die nackte Sonne" - die kann ich empfehlen.

    LG Gabi

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