[Rezension] Lotte Minck - Wenn der Postmann nicht mal klingelt




Autor: Lotte Minck
Preis: 10,00 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Krimi/Komödie
Seitenanzahl: 295 Seiten
ISBN: 978-3-7700-1514-6
Veröffentlichung: 02.03.2015
Verlag: Droste Verlag



Ehe sie in winterlichen Trübsinn verfallen kann, weil Mitbewohnerin Diana zum Liebsten gezogen ist, schneit Loretta Luchs eine aufregende Ablenkung ins Haus: Sie soll Theaterdiva Emily Eichberger für die Rolle einer Sexhotline-Mitarbeiterin in einem Film coachen. Als die Schauspielerin immer wieder von einem anonymen Anrufer bedroht wird, entsteht bei Loretta der Verdacht, dass ein Todesfall in Emilys Umfeld vielleicht doch keine natürliche Ursache hatte. Um der Sache auf den Grund zu gehen, versammelt Loretta die bewährte Einsatztruppe um sich – verstärkt durch einen Fernsehkommissar und Emilys Bruder Pascal, der es Loretta im Übrigen schwermacht, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren.

Quelle: Droste Verlag




Hornbrillen-Girl schlägt wieder zu und Minipli-Mann ist natürlich wieder an ihrer Seite, um den Bösen in dieser Welt Einhalt zu gewähren. 

Der mittlerweile 4. Fall des Ruhrpott-Duo´s zog neben skurillen Charakteren, auch wieder den einen oder anderen Mord an und unterhielt dabei, mit dem mittlerweile altbekannten Humor.

Trotzdem war so einiges anders. Ich war es gewohnt, so gut wie alle Personen, in den Büchern, zu mögen und war verblüfft das es diesmal fast komplett anders herum war. 

Was mich diesmal allerdings besonders störte war die Hauptgeschichte, da mir diese zu aufgesetzt wirkte. Denn einen Fernsehfilm über Loretta zu drehen, der eigentlich nur von einer Frau handeln sollte die bei einer Sexhotline arbeitete und nebenbei Fälle löste, war für mich dann doch etwas zu viel des Ganzen. 

Dazu aber gleich mehr. :-)


Loretta hat mich momentan voll und ganz gefangen. Noch immer empfinde ich sie als ein Highlight und das obwohl ich bereits ihr 5. Buch lese. Ihre Sprüche, ihre Denkweisen und ihre tolle Art mit Menschen umzugehen berührt mich immer wieder und lässt sie mich wie eine gute Buchfreundin wirken, auf die man immer zählen kann.

Wer meine vorherigen Rezensionen zur "Loretta Luchs"-Reihe gelesen hat, wird bereits eine Menge über Loretta und ihre Freunde erfahren haben, die auch diesmal wieder eine große Rolle spielten.

Neuzugänge gab es wieder reichlich, was diesmal jedoch auffiel war, das sie fast alle sehr unsympathisch wirkten. 

Egal ob die Schauspielerin Emily Eichberger, ihre Mangerin, Harry Vaske oder dessen Frau, allesamt egozentrische Personen die man einfach nicht mögen konnte. 

Eine Ausnahme war hier Pascal, Emily´s Bruder, welcher im Laufe der Geschichte immer öfter mit eingebunden wurde und Loretta ordentlich den Kopf verdrehte.

Wer natürlich nicht fehlen durfte war Kommissarin Astrid Küpper, die erneut genau den Fall bekam in dem Loretta mit drin steckte. Ob man das noch Zufall nennen darf?

Ansonsten waren die Personen wieder sehr liebevoll durchdacht. Man hatte keine Probleme sie sich vorzustellen, was für einen unterhaltsamen Lesespaß sorgte.


Der Schreibstil von Lotte Minck ist mir mittlerweile mehr als bekannt und unterhält trotz allem immer noch sehr. Besonders der Einbau von Frank´s Ruhrpottakzent war wieder für einige lustige Momente gut.

Wer etwas über gelernte Detektive lesen möchte, ist auch diesmal an der falschen Adresse, genau wie diejenigen die blutrünstige Morde suchen. Denn auch wenn es den einen oder anderen Mord im Buch gab, so waren diese doch ehr zart beschrieben und nicht unbedingt mit Details ausgeschmückt. 

Dies sorgte dafür, das auch diesmal ein guter Mix aus Kriminalroman und Komödie geschaffen wurde. 

Wie aber schon oben beschrieben war mir die Hauptgeschichte diesmal etwas zu aufgesetzt. Ich hatte es noch akzeptiert das Loretta´s Freundinnen Isolde und Maria erfolgreiche Persönlichkeiten waren, das aber Isolde gleich ein Drehbuch über Loretta´s Leben schrieb, war mir dann doch zuviel. Hier hätte ich mir einfach einen anderen Kontext gewünscht. 

Was wieder sehr gelungen war, war die Detailverliebtheit wenn es um die Umgebungen ging. Die Beschreibungen wie sich Schnee, beim Laufen darauf, anhörte oder wie belebend ein warmes Getränk sein konnte, waren wieder sehr realistisch und versetzten einen teilweise schon in den Winter.

Diesmal gab es keine Rezepte am Ende des Buches sondern einen Hinweis über Voodoo-Puppen, da diese im Buch eine wichtige Rolle spielen.

Die 295 Seiten waren wieder sehr leicht zu lesen und sorgten bei mir, für ein paar unterhaltsame Lesestunden


Auch diesmal entwarf Omme Wille die Illustration und schuf damit erneut ein einzigartiges Buchcover.

Wie bereits schon öfter erwähnt sind die Cover für mich wahre Highlights, da sie sowohl sehr viel Humor ausstrahlen, als auch gleichzeitig die kriminelle Seite des Buches zeigen. Es machte dabei wieder sehr viel Spaß die kleinen Dinge auf den Bildern zu entdecken.

Trotz des sehr auffälligen Bildes, kamen der Autorenname und der Buchtitel wieder hervorragend zum Vorschein. 

Dieser Teil war wieder sehr spannend, ließ aber handlungsmäßig etwas nach. An Humor und kriminellen Machenschaften fehlte es aber erneut nicht.




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