[Rezension] Otfried Preußler - Krabat





Preis: 8,95 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Jugendbuch/Mystery
Seitenanzahl: 352 Seiten
ISBN: 978-3-423-25281-2
Veröffentlichung: 01.04.2008
Verlag: dtv Verlag








Immer wieder hört Krabat, der vierzehnjährige Waisenjunge, im Traum diese Worte - und neugierig macht er sich auf den Weg. Es scheint ein großes Geheimnis um diese Mühle im Koselbruch zu geben, und Geheimnisvolles geschieht auch, sobald Krabat dort eintrifft, um sich als Lehrling zu verdingen ...
Quelle: dtv Verlag
Und wieder hat es ein Klassiker in meine Hände geschafft. Auch wenn viele es nicht glauben möchten, aber ich las dieses Buch zum ersten Mal. Ich hatte es nicht als Schullektüre und wurde nur darauf aufmerksam weil es durch eine Schenkung in meine kleine Bibliothek wanderte. 

Trotzdem bin ich froh es gelesen zu haben und wie es mir gefiel erfahrt ihr jetzt.

Über eine Woche ist es nun her, das ich "Krabat" beendet habe und noch immer schwirrt mir die Geschichte wie ein Geist im Kopf herum. Kein Wunder, gibt es aus ihr eine ganze Menge zu interpretieren. Da dies leider nicht meine Stärke ist, informierte ich mich und war am Ende erstaunt, was man alles herauslesen konnte. 

Ich hatte demnach ein paar AHA-Effekte und kann im nachhinein sagen, das die Geschichte nur die Spitze vom Eisberg ist und man unter der Oberfläche noch eine ganze Menge mehr findet. In diesem Fall Freundschaft und Liebe, aber auch Furcht und Misstrauen. 

Auch wenn ich die Handlungen nicht immer verstand, konnte ich das Buch einfach nicht zur Seite legen. Ich war förmlich gebannt und wollte wissen was noch alles in dieser mysteriösen Mühle geschah, denn mysteriöses geschah so einiges. Doch nicht nur die Mühle allein war Schaubild, denn hin und wieder ging es an andere Orte, die mal näher und weiter entfernt lagen. Gerade in diesem Zusammenhang möchte ich auch die Traditionen erwähnen, welchen man jedes Jahr verfolgen durfte. Egal ob zu Silvester oder Ostern, stets wurden Bräuche praktiziert, die wir kaum noch kennen. 

Auch wenn ich vom Buch gefesselt wurde, hatte ich manchmal Probleme mit der Ausdrucksweise. Kein Wunder, hat das Buch nun auch schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel. 1-2 Wörter musste ich gar nachschlagen, da sie mir einfach nix sagten. Es störte mich ebenfalls, einfach in die Geschichte geworfen und am Ende wieder hinaus geschmissen zu werden. 

Die Bezeichnung "Märchen" würde es wohl ganz gut treffen, erlebt man doch faszinierende Dinge, die man sich nicht immer erklären konnte und die einem hin und wieder das Gruseln lernten. 



Krabat, ist unser Hauptcharakter im Buch, welcher in seinen Träumen zur Mühle am Koselbach gerufen wurde. Er ist jemand den man mögen muss, da er nix böses möchte und kein Unheil mit ansehen möchte. Er ist hilfsbereit und ehrlich und strotzt gerade zu vor Mut. Seine erste Liebe, konnte ich nicht als solche ansehen, da es für mich ehr nach einer Möglichkeit aussah, die Mühle endlich verlassen zu können. Ohne weiteres war dies nämlich nicht möglich, wie man in der Geschichte erfuhr. 
Da es einen stetigen Wechsel an Lehrburschen in der Mühle gibt, lernen wir stets 11 unterschiedliche junge Männer kennen. Wir erfahren nur selten persönliches über sie, aber ihr Umgang miteinander ist kameradschaftlich und das obwohl sie Tag und Nacht ihre Zeit zusammen verbringen. Nur zum Jahresende hin, verschlechtert sich ihre Stimmung, was nur eines der Mysterien in dieser Mühle ist.

Ein großes Geheimnis im Buch ist der Müller selbst und ein Mann den sie den Gevatter nennen. Erst im Laufe der Geschichte erfahren wir mehr über beide Männer und was sie miteinander verbindet. 

Natürlich hätte ich mich gefreut wenn die einzelnen Figuren stärker beleuchtet worden wären,aber dies war wohl einfach nicht vorgesehen. Dadurch wirkte für mich alles leider sehr oberflächlich und unpersönlich. Zwar denke ich noch an die Namen, aber richtige Merkmale kann ich ihnen nicht zu ordnen.



Einfach, trifft es wohl am besten, denn das ganz in weiß gehaltene Buch überzeugte andere Leser wohl ehr durch seine Geschichte als sein Cover.

Zum Glück gibt es mittlerweile Neuauflagen mit einem überarbeiteten Cover, da diese Auflage wohl ehr junge Leser abschreckt. Das Bild ist zu alt und schreckt mit seiner krotesken Darstellung eines 


Wo man anfangs noch rätselt, löst sich das Gewirr mit jeder Seite auf und man erhält eine Geschichte, voller Traditionen und Magie. 

Dieses Buch möchte interpretiert werden und weniger eine ganze Story erzählen. 



Kommentare:

  1. Guten Morgen Anja,

    natürlich freuen wir uns, dass du unsere Rezension verlinkt hast :) Danke. Ich persönlich hab das Buch nicht gelesen, ich habs nicht so mit Klassikern, die Rezension ist von meiner Blogkollegin Heike, die sowas eher mag.

    Liebe Grüße,
    Steffi vom Lesezauber

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  2. Hi Anja,

    ich habe Krabat in der vierten Klasse gelesen und weiß nich, wie mich vor allem die Atmosphäre fesseln konnte.
    Dieser geheimnisvolle Etwas was immer im Raum stand, aber was man nicht fassen konnte.

    Vielleicht werde ich das Buch bald noch einmal lesen.

    Svenja von Bücherfieber

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