[Kurz-Rezension] Francisco Gonzalez Ledesma - Der Tod wohnt nebenan




Preis: 8,99 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Krimi
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl: 320 Seiten
ISBN: 978-3404160754
Veröffentlichung: 19.08.2011
Bildquelle: Amazon







Eine Abrissparty in Barcelonas Armenhaus, dem Poble Sec. Die gesamte Nachbarschaft versammelt sich, um die alten Zeiten ein letztes Mal aufleben zu lassen. Doch ein grausiger Fund sprengt das Fest, denn die ersten Gäste stolpern über eine Leiche. Das Motiv für den Mord liegt tief in der Vergangenheit: Vor dreißig Jahren starb ein Kind bei einem Banküberfall. Der Haupttäter konnte damals fliehen - und liegt nun tot vor aller Augen. Für Inspector Méndez ist klar, dass der Vater des kleinen Jungen späte Rache genommen hat. Nun muss er Beweise finden und außerdem weiteres Blutvergießen verhindern. Denn das Opfer hatte Komplizen ...
Quelle: Bastei Lübbe
Dieses Buch habe ich im Rahmen einer meiner SuB-Abbau-Challenges gelesen, naja sagen wir angelesen, denn nach Seite 100 konnte ich einfach nicht mehr.


Ja, ich mag schöne Cover und liebe es wenn sie ideenreich gestaltet wurden. "Der Tod wohnt nebenan" bot dies und zog mich auch mit seiner Kurzbeschreibung an. Als ich es dann begann, kam allerdings sehr schnell die Ernüchterung, denn ich fand mich nicht wirklich im Buch zurecht. Bis zu der Stelle an der ich das Buch las, wurde ich bei fast jedem Kapitel mit einem neuen Charakter konfrontiert. Ich habe nix gegen viele Personen in einem Buch, aber es muss für mich erkenntlich sein, das jetzt ein Wechsel stattfindet. Dies war nicht der Fall, denn die Kapitel gingen fast nahtlos ineinander über und wurden nur dadurch unterteilt das die Kapitelzahl da stand. Ein Personenverzeichnis am Anfang wäre hier ein Strohhalm gewesen, nachdem ich hätte greifen können. 

Auch die Darstellung von Barcelona, richtet sich mehr an Personen die dieses Land bereits kennen oder gar besucht haben. Fremdworte wurden benutzt, welche keine Erklärung bekamen und dafür sorgten, das ich beim Lesen eine Pause einlegen musste um einen Begriff im Internet zu recherchieren. 

Ich muss dazu sagen, das ich sehr wohl neugierig darauf bin, wie die Geschichte ausgegangen wäre. Was zeigt dass das Buch auf jeden Fall Potenzial hat. Da mir aber die ersten 100 Seiten schon wenig Freude bereiteten, konnte ich diese Neugier mit Leichtigkeit in den Hintergrund schieben.
Ich hoffe jedoch, das die Aufklärung des Falls nicht so einfach ist, wie sie sich auf den erlesenen Seiten zeigte. 


Dieses Cover fand ich einfach grandios. Das aufgedruckte Klingelschild, welches den Buchtitel beherbergt, ist hervorragend in Szene gesetzt wurden und gibt einem das Gefühl, beim Drücken der Klingeltasten tatsächlich eine Taste erfühlen zu können. Es wirkt einfach so realistisch. 


Ein Personenverzeichnis, etwas eindeutigere Szenerien und eine Story die nicht bereits am Anfang verrät worum es geht und es wäre durchaus spannend geworden. So, hatte man nur ein schönes Cover mit einem Kriminalfall, dem nur noch die Beweise fehlten. Schade.

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