[Rezension]Simon Beckett - Der Hof




Infos zum Buch

- Rowohlt Verlag - Taschenbuch - 464 S. - 10,99 € -  
Thriller - ISBN: 978-3-499-26838-0

Klappentext


Das Böse wirft keine Schatten. 
Ein abgelegener Hof in Südfrankreich. Es ist brütend heiß, Schweine wühlen im Dreck. In der baufälligen Scheune liegt der junge Engländer Sean mit zerfetztem Fuß. Er ist in eine rostige Eisenfalle getreten - aufgestellt von Arnaud: Ein feindseliger Eigenbrötler, der keine Fremden auf seinem Besitz duldet. 
Sean darf dennoch bleiben, wenn er die maroden alten Wände neu mauert. Er nimmt das Angebot an, denn er ist auf der Flucht. Arnauds Tochter Mathilde, die ihn liebevoll pflegt, macht den Aufenthalt erträglicher. Doch sie und die anderen Bewohner des alten Gemäuers haben etwas zu verbergen. Etwas, das man besser für immer ruhen lässt.

Meine Meinung



Es wurde Zeit, das ich mal wieder zu einem Buch von Simon Beckett greife, denn seine vorherigen Werke, konnten mich meist überzeugen und so manches von Ihnen blieb mir im Gedächtnis.

Der Einstieg in dieses Buch gelang mir mühelos, obwohl ich etwas verwirrt war, über die derzeitige Lage des Hauptprotagonisten Sean, welcher sich gerade auf der Flucht vor etwas befand. Aber wovor? Dies verrät das komischerweise nicht. Es scheint vergessen worden zu sein. Dies änderten auch die Rückblicke auf vorherige Zeiten nicht. Spannung bot das Buch trotzdem genug. 

Der Grund für die Spannung waren nicht die waghalsigen Aktionen oder Geschehnisse, sondern ehr das Nichtwissen welches mich Seite für Seite voran trieb. Was war mit dem Hof? Wieso wurde er so beschützt? Die Fragen türmten sich enorm auf, bis es am Ende endlich zum Showdown kam und man darüber aufgeklärt wurde, was hier eigentlich geschah. 

Doch das Ende haute mich leider nicht wirklich aus den Socken, da ich es als zu unspektakulär empfand. Ich ging geradezu enttäuscht aus dem Buch, da ich mir so viel mehr erhofft hatte. 

Trotzdem wusste das Buch zu überzeugen, denn auch wenn der Ausgang nicht meinen Wünschen entsprach hatte ich bis dahin ein paar echt tolle Lesestunden. Diese lagen vor allem am Schreibstil des Autors, welcher selbst die einfachsten Dinge interessant und spannend klingen lassen konnte. Zudem war es ein absolutes Vergnügen  die Beschreibungen rund um den Hof zu erlesen, da ich stets ein Bild vor Augen hatte, kein schönes, da der Hof seine besten Tage bereits hinter sich hatte, aber doch ein Bild. Auch das Wetter hatte im Buch eine große Rolle, da es mitten in einem heißen Sommer spielte und man beim Lesen, selbst fast zu schwitzen begann. 

Neben Sean, erfährt man vieles über die Personen des Hofes, welches einen schon sehr sonderbar erscheinen. Besonders Gretchen, die jüngste Tochter des Hofbesitzers, machte mich fertig, da sie mit ihren 18, so dermaßen unreif wirkte und sich selbst am wichtigsten nahm, das sich bei mir leichte Zornesfalten bildeten. Auch ihr Vater war sehr eigen, besonders mit seinen Fallen, aber trotzdem verstand man ihn, da hier und da ein paar freundliche Worte parat hatte. Besonders mochte ich Mathilde, die mit ihrer fürsorglichen und trotzdem starken Charakter irgendwie nie so ganz in die Familie passen wollte. Auch hier gab das Ende wieder die Lösungen, die teilweise sogar überraschend waren.

Somit war es keine vollkommene Enttäuschung, aber ein wenig mehr, hatte ich mir vom Buch doch erhofft.

Mein Fazit

Die Geschichte des Hofes war eine spannende Sache, zumindest bis zum Ende, welches dem Geschehnissen irgendwie nicht gerecht werden wollte. Trotzdem überzeugte die Liebe zum Detail, da die Beschreibungen stimmig und glaubhaft wirkten und klares Bild vor den Augen erschienen ließen.

Die Bewertung

Bereits gelesene Bücher der Autors:

~Die Chemie des Todes ~ Kalte Asche ~ Leichenblässe ~ Verwesung ~ Tiere ~ Obsession ~ Voyeur ~ Flammenbrut ~

Rezensionen anderer Blogger


Kommentare:

  1. Hallo Anja, ich habe das Buch auch letztes Jahr gelesen und mochte es sehr gerne. Ich habe es ebenfalls mit vier Sternen bewertet, weil es zwischendurch mal etwas langatmig war, aber wie du schon sagst, der Schreibstil von Beckett ist einfach toll. Welches seiner Bücher kannst du denn noch empfehlen, abgesehen von der David Hunter Reihe - die liebe ich auch. "Der Hof" ist bisher der einzige Einzelband, den ich von Beckett gelesen habe. Bin gespannt auf deine Antwort. Liebe Grüße, Steffi

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  2. Hallo Anja,

    ich habe bereits zwei Titel des Autors gelesen und fand sie echt gut. Zu "Kalte Asche" gibts auch ne Rezi auf meinem Blog.
    Ich werde im Laufe des Lebens auch sicher die anderen Bücher von Beckett lesen.

    Ganz liebe Grüße
    XOXO Sarah
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  3. Hallo Anja,
    ich liebe ja die Hunter-Reihe von Beckett. Der Schreib- und Erzählstil sind einfach packend und fesselnd.
    Zu "Der Hof" gehen die Meinungen ziemlich auseinander und ich war bisher immer hin- und hergerissen. Der Klappentext klingt toll und spannend und wenn es den typischen Beckett-Schreibstil enthält kann es doch gar nicht so schlecht sein..oder?
    Deine Rezension hat mir jetzt den nötigen Schups gegeben, wieder einmal ein Beckett-Buch auf meine WL wandern zu lassen.

    Vielen Dank für die tolle Rezension.

    Liebe Grüße aus Wien,
    Conny

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